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Google: Doodle zum 13. Geburtstag:Die Feste feiern, wie sie fallen

Der Internetkonzern Google feiert sich an diesem Dienstag mit einem Geburtstags-Doodle selbst: Seit 13 Jahren gibt es die Suchmaschine, die nicht ohne Turbulenzen die Pubertät erreicht.

Vor diesem Alter fürchten sich die meisten Eltern: Wenn das Kleine seinen 13. Geburtstag feiert, ist der Spaß erst mal vorbei. Der Übergang vom Kindes- ins Teenageralter läuft naturgemäß nicht ohne das ein oder andere interne und externe Problemchen ab. So auch bei der größten Suchmaschine der Welt.

Google Doodle: Google's 13. Geburtstag

Was das heutige Happy-Happy-Logo bei der Suchmaschine soll? Google feiert an diesem Dienstag seinen 13. Geburtstag.

(Foto: Screenshot: Google)

Wenn der Internetkonzern Google am heutigen Dienstag seinen 13. Geburtstag mit einem Geburtstags-Logo begeht, dem sogenannten Google-Doodle, dann weist er seine Nutzer darauf hin, dass es etwas zu feiern gibt. Die immer noch unbestrittene Monopolstellung zum Beispiel: Rund 80 Prozent der weltweiten Suchanfragen im Internet laufen angeblich über den Marktführer unter den Suchmaschinen.

Google Plus zum Geburtstag

Auch dass sich der Konzern seit neuestem mit dem Dienst "Google Plus" (Google Plus - Jedermann darf mitmachen) gegen den anderen Riesen im Netz, Facebook, zu positionieren versucht, könnte zumindest intern Anlass zu feierlicher und Aufbruchsstimmung sein: Hier will Google Sozialkompetenz erwerben und Nutzer abgreifen. Allerdings hat Facebook (Zuckerberg stellt Änderungen vor - Facebook wird zum eigenen Internet) schon im Gegenzug angekündigt, mit seinem neuesten Konzept müssten die User die Facebook-Welt kaum noch verlassen (Neuerungen beim sozialen Netzwerk - Warum die Facebook-Monokultur scheitern muss), also auch nicht zu Google gehen.

Mit dem Handy-Bezahlsystem "Wallet" (Google Wallet - Smartphone-Bezahldienst startet für die Google-Elite) soll demnächst selbst der tägliche Einkauf über Google abgewickelt werden, und zwar auch der außerhalb des Netzes: Mittels Google-Handy und über Funk können die Nutzer ihre Einkäufe im Supermarkt bezahlen.

Doch all diese Neuerungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Internetriese zwar nach wie vor die größte Suchmaschine ist, sich aber zu seinem 13. Geburtstag ganz schön warm anziehen muss. Wenn Facebook auch nur annähernd so groß wird, wie sich sein Erfinder Mark Zuckerberg das vorstellt und zuletzt verkündete, könnte Google eine Menge Marktanteile an den Konkurrenten verlieren. Denn die Idee, unsere Internetnutzung über Suchanfragen zu gestalten, mit der Google sich seit 1998 nahezu beispiellos am Markt etabliert hat, scheint zwar noch recht gut zu funktionieren, hat sich aber in den Köpfen vieler junger User längst überholt: Facebook wird zunehmend dazu genutzt, eine von Freunden und Bekannten kuratierte Suchauswahl zu treffen - eben eine, die nicht komplett aus Maschinenhand stammt.

Google-Doodle rund viermal im Monat

Und auch was die Marke Google angeht, ist sie in diesem Sommer durch einen dritten Riesen aus der PC-Welt verdrängt worden: Kollege Apple positionierte sich als wertvollste Marke der Welt (Apple überholt Google - Wachablösung auf dem Marken-Olymp).

Im Jahr 2010 hatte Google einen Tag lang versucht, seinen Nutzern stündlich wechselnde Hintergrundbilder auf der Startseite anzuzeigen, um zu testen, ob die User dadurch noch öfter und länger auf der Seite verweilen würden. Die Werbeaktion musste allerdings vorzeitig abgebrochen werden, weil die Nutzer komplett irritiert waren - und weg blieben.

Ein Großteil der Nutzer scheint also doch noch so konservativ im Nutzungsverhalten zu sein, dass er die immer selben sechs Buchstaben in den immer gleichen vier Farben den meisten anderen Varianten vorzieht - es sei denn, es gibt rund einmal wöchentlich ein Google-Doodle zu sehen, das stets auf ein Jubiläum oder einen Geburtstag hinweist. Nun also sogar auf den eigenen. Ein bisschen Selbstreferenz kann wohl nicht schaden, in stürmischen Teenagerzeiten.

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