Süddeutsche Zeitung

GoT-Zusammenfassung:Was bislang bei Game of Thrones geschah

Lesezeit: 20 min

Der Kampf um den Eisernen Thron endet. Hier finden Sie die Zusammenfassung dessen, was in den bisherigen sieben Staffeln der Serie passiert ist. Natürlich mit Spoilern.

Von Xaver Bitz

Knapp zwei Jahre sind seit dem Ende der siebten Staffel der HBO-Serie Game of Thrones vergangen. Nun geht es weiter. Immer in der Nacht von Sonntag auf Montag strahlt Sky die neueste Episode aus, später sind diese auch auf Amazon Prime Video und iTunes zu finden. SZ.de blickt für Fans und solche, die es werden wollen, zurück auf die bisherige Handlung. Natürlich mit Spoilergefahr!

Staffel 1: Das Spiel beginnt

Ausgangslage:

Wo bin ich? Und wer sind die ganzen Leute? Game of Thrones führt - wie jede Erzählung - zu Beginn die Hauptfiguren und Orte ein, an denen die Handlung spielt. Allerdings sind das bei diesem Monster von einer Serie in beiden Fällen sehr viele. Man ist als Zuschauer also zunächst gut damit beschäftigt, sich zu orientieren.

Praktischerweise sind die meisten der wichtigen Figuren direkt zu Beginn in Winterfell, der wichtigsten Burg des Nordens und Stammsitz von Familie Stark, versammelt. So kompakt, wie wohl erst wieder in der siebten Staffel. Es treffen die Familien Stark (Eddard, Catelyn, Robb, Sansa, Arya, Bran, Rickon und Jon Snow) auf die Baratheons (König Robert, Cersei, Joffrey, Myrcella, Tommen) und Lannister (Jamie und Tyrion). Ebenfalls dabei: Theon Greyjoy und Sandor "The Hound" Clegane.

Die erste Staffel hat damit bereits alles, was die restliche Erzählung prägen wird: alte Freundschaften (Ned und Robert), Intrigen (wer war verantwortlich für den Tod von Jon Arryn?), Inzest und grundsätzliche Lifestyle-Unterschiede zwischen Nord und Süd. Der König braucht eine neue Hand (so wird in der Serie der Regierungschef genannt), und Eddard Stark ist zwar eigentlich ein Familienmensch, aber eben auch loyal. Und so macht sich der Tross auf nach King's Landing, wo Ned den ungewollten Job antritt.

Auf Essos, dem anderen Kontinent, machen sich die Kinder der von Ned und Robert abgesetzten Targaryens indes daran, den Eisernen Thron, um den sich die ganze Serie dreht, zurückzuerobern. Der Plan des als Unysmpathen eingeführten legitimen Thronfolgers Viserys: Seine Schwester Daenerys soll den Chef eines Reiterklans heiraten, der ihm zum Dank dann die sieben Königslande in der Heimat erobert. Von Pentos aus geht die Reise allerdings erst einmal in die falsche Richtung.

Prägend:

Im Zentrum der ersten Staffel steht vor allem Eddard Stark. Zwischen der Hand und seinem König, sowie dessen Minister im kleinen Rat, gibt es immer wieder Meinungsverschiedenheiten über den Regierungsstil. Dann erfährt er auch noch, dass die Lannisters seinen Vorgänger (Jon Arryn) umgebracht haben - unterschätzt allerdings seine Gegner und wird zum Opfer seiner Integrität. Der sterbende König macht ihn zwar dem Recht nach zum Herrscher auf Zeit, doch das interessiert weder die Königswitwe (Cersei), noch deren Sohn Joffrey. Sein Ehrverständnis und seine Loyalität wird dem Wächter des Nordens zum Verhängnis. Dass seine Töchter Arya und Sansa seiner Hinrichtung beiwohnen, setzt dem Stark-Drama noch die, nun ja, Krone auf.

Szene der Staffel:

Einer von mehreren für die Gesamthandlung und das Verhältnis der Hauptfiguren zueinander entscheidenden Momente spielt auf der Kingsroad: Als Eddard Stark mit seinen Töchtern und der Königsfamilie nach Süden zieht, zeigt sich erstmals der - diplomatisch gesprochen - miese Charakter von Joffrey: Der schlitzt einem Spielfreund von Arya die Wange auf und wird danach von deren Wolf angefallen. Zeugin Sansa ist bei der Lösung des Falles keine Hilfe - vielleicht aus Unsicherheit, vielleicht auch, weil sie ihrem Versprochenen nicht in den Rücken fallen möchte. Ihr Wolf wird Opfer der Loyalität zur Krone (und zum Frieden) ihres Vaters - und Arya beginnt ihre persönliche Todesliste.

Atemberaubend:

Epische Schlachten fehlen in der ersten Staffel noch. Zwar treffen Starks und Lannisters auf dem Schlachtfeld aufeinander, und es gibt daraus auch wichtige Entwicklungen (Gefangennahme von Jamie, Tyrion wird als Hand nach King's Landing geschickt), doch man sieht davon wenig. Die spannenderen Duelle sind: Loras Tyrell vs. Mountain, Ned vs. Jamie oder Aryas Fechtlehrer vs. Königsgarde.

Was bleibt?

Ein toter, drei selbsternannte und ein legitimer König auf Westeros. Eine hingerichtete Hand des Königs, ein gespaltenes Königreich und der Beginn eines mehrere Staffeln langen Bürgerkrieges. Im Norden macht sich die Nachtwache auf, um die vermeintliche Gefahr durch die Wildlinge zu bannen. Und auf Essos hat Khaleesi Daenerys zwar keinen Mann, kein Kind, keine große Armee und keinen Bruder mehr, dafür aber drei Drachenbabys - und im Gegensatz zu anderen Charakteren auch kein Problem mit Feuer.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: 19: Eddard Stark, Catelyn Stark, Robb Stark, Sansa Stark, Brandon Stark, Arya Stark, Jon Snow, Robert Baratheon, Cersei Baratheon, Joffrey Baratheon, Jamie Lannister, Tyrion Lannister, Visery Targaryen, Daenerys Targaryen, Khal Drogo, Jorah Mormont, Sandor Clegane, Theon Greyjoy, Petyr Baelish

Tote Hauptfiguren: 4: Viserys Targaryen, Robert Baratheon, Eddard Stark, Khal Drogo

Staffel 2: Jeder gegen jeden

Ausgangslage:

Während der Norden unter Führung von Robb Stark erfolgreich Krieg gegen die Lannisters führt und dabei mit Jamie eine maximal wichtige Geisel nimmt, läuft es südlicher für Renly Baratheon, der die Nachfolge seines großen Bruders Robert Baratheon antreten will, weniger gut. Sein anderer Bruder Stannis ist ihm strategisch und militärisch überlegen - und scheut bei der Wahl der Mittel die Eskalation weniger. Allerdings zeigt sich bei ihm auch: Wer sich auf die Religion verlässt, hat nicht zwangsläufig die besten Einflüsterer.

Für Arya beginnt mit der Flucht aus King's Landing eine mehrere Staffeln andauernde Rundreise. Und Sansa wird - nachdem sie die Hinrichtung ihres Vaters aus kurzer Distanz miterleben musste - immer mehr zum Spielzeug von König Joffrey Baratheon. Nördlich der Mauer macht sich die Nachtwache auf, um die natürlichen (Wildlinge et al) und übernatürlichen (erste Vorzeichen des Angriffs der Weißen Wanderer) Gefahren zu untersuchen. Auf Essos sammelt Daenerys das, was von ihrer Anhängerschaft noch übrig ist, und sucht nicht nur Wasser und Nahrung sondern auch Förderer ihrer Ambitionen um den Eisernen Thron.

Prägend:

Inzestkind Joffrey (dass seine Eltern Cersei und Jamie sind, wird nie bewiesen, aber erst von Jon Arryn und später von Ned Stark herausgefunden) etabliert in der Hauptstadt seine Schreckensherrschaft: mentale und körperliche Folter von Sansa, Terror gegen die eigene Bevölkerung und Korruption. Beim Battle of Blackwater beweist er außerdem seine Unfähigkeit in der Kriegsführung und flieht feige vom Schlachtfeld. Dass er letztlich die Verlobung mit Sansa zugunsten von Margaery Tyrell löst, ist für erstere ein Glücksfall. Dass er seinen Großvater (vater- und mütterlicherseits) Tywin Lannister zu seiner Hand ernennt und seinen Onkel Tyrion Lannister, der King's Landing de facto gerettet hat, noch nach dem Leben trachtet, passt zum Bild des großen Unsympathen. Man liebt es, Joffrey zu hassen.

Szene der Staffel:

Nur wer bereit ist, alles zu geben, gewinnt auch den Krieg. So sieht es bis zum bitteren Ende einige Staffeln später zumindest Stannis Baratheon. Und so nimmt er die Hilfe der roten Priesterin Melisandre an, um seinen Bruder Renly umzubringen. Die Gefahr, dass sein Verwandter sich mit den Starks verbündet und außerdem ein beim Volk beliebter König wird, ist ihm zu groß. Dieses Problem hat Stannis, der tatsächlich legitime Nachfolger von Robert, nicht.

Atemberaubend:

Ein Frontalangriff auf die Hauptstadt ist selten eine gute Idee. Und doch scheint es in "Blackwater" (deutsch "Schwarzwasser"), der vorletzten Folge der zweiten Staffel, lange so, als könne Stannis mit seiner Armee trotz eines Überraschungsangriffs mit Wildfire (eine Art Game-of-Thrones-Napalm) King's Landing erobern. Doch hier rächt sich der Mord an seinem Bruder und zwar in Form der Tyrells (Margaery war schließlich Renly versprochen - wenn auch zweckmäßig), die sich mit den Lannisters und ihren Truppen verbündet haben und gemeinsam den König und die Hauptstadt retten. Dass HBO für diese Folge die Produktionskosten noch einmal von bis zu diesem Zeitpunkt sechs Millionen US-Dollar auf acht Millionen erhöht hat, macht sich optisch bemerkbar. Blackwater ist übrigens eine von Stand jetzt vier Folgen, bei denen Buchautor George R. R. Martin das Drehbuch beisteuerte - die anderen drei sind "The Pointy End" (Episode 8, Staffel 1), "The Bear and the Maiden Fair" (Staffel 3, Episode 7) und "The Lion and the Rose" (Staffel 4, Episode 2).

Was bleibt?

Der erste Brudermord, die erste große Schlacht, das erste Mal Drachen in Aktion und die Nachtwache trifft das erste Mal aktiv auf die Weißen Wanderer. Dazu verlassen mit Bran und Rickon die letzten der Stark-Familie Winterfell und Jon Snow schließt sich (scheinbar?) den Wildlingen an. Die Anzahl der Hauptcharaktere steigt, die Anzahl der Könige bleibt gleich. Am Ende der zweiten Staffel sind es fünf: Balon Greyjoy, König der Iron Islands, Robb Stark, King in the North, Stannis Baratheon, legitimer König in Westeros, und sein "Neffe" Joffrey auf dem Eisernen Thron.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: 10: Varys, Bronn, Samwell Tarly, Davos Seaworth, Melisandre, Stannis Baratheon, Shae, Jeor Mormont, Margaery Tyrell, Tywinn Lannister

Tote Hauptfiguren: Fehlanzeige. Zwar wird Renly Baratheon im Auftrag seines Bruders Stannis ermordet, doch der selbsternannte König war (zumindest dem offiziellen Cast nach) keine Hauptfigur.

Staffel 3: Der Löwe brüllt, der Drache auch

Ausgangslage:

Der Krieg der ehemals fünf Könige auf Westeros nähert sich langsam seinem Ende. Während im Norden die mit den Lannistern verbündeten Boltons die Greyjoys von Winterfell vertreiben und die sich über die ganze Staffel hinziehende Folter von Theon Greyjoy beginnt, leckt Stannis Baratheon im Süden geschlagen seine Wunden. Dazu muss Robb Stark erkennen, dass er zwar auf dem Schlachtfeld brilliert, aber dabei ist, den Krieg zu verlieren. Zudem lässt seine Mutter Faustpfand Jamie frei, um ihre beiden Töchter zurückzubekommen, und stiftet damit im Lager der Starks Unfrieden. Nördlich der Mauer ist die Nachtwache auf der Flucht vor den Untoten und auch die Wildlinge zieht es gen Süden.

Auf Essos erreicht Daenerys die Sklavenbucht. In der vorangegangenen Staffel ist sie zwar um einige Schmuckstücke und ein Schiff reicher geworden, eine Armee fehlt ihr aber immer noch. In Astapor will sie also militärisch aufstocken und Sklaven befreien. Dagegen setzen sich allerdings die Herren der Sklaven zur Wehr.

Prägend:

Es hätte eine schöne Liebesgeschichte werden können, zwischen Jon und Ygritte. Der Bastard von Ned Stark und die Wildling-Frau. Sie: "kissed by fire". Er: "kissed by Dreiwettertaft". Zwei, die nicht nur zusammen Mauern überwinden, sondern auch Zeit für Romantik in heißen Quellen finden. Doch obwohl Jon für sie zweimal seinen Eid bricht ("Ich will mir keine Frau nehmen... Ich widme mein Leben und meine Ehre der Nachtwache."), fühlt er sich letztlich doch der Nachtwache zugehörig. Dafür kassiert er von Ygritte, nicht von Amor, drei Pfeile auf der Flucht. Immerhin: Diese in der Serie tragische Liebschaft hat tatsächlich auch einen realen Hintergrund. 2018 haben sich Rosie Leslie und Kit Harrington das Ja-Wort gegeben. Mit dabei auch einige aus dem GoT-Cast.

Szene der Staffel:

Apropos Liebe: Wer tatsächlich geglaubt hat, dass Robb Stark mit seiner Liebesheirat mit Talisa und dem damit verbundenen Bruch des Versprechens an den Lord der Twins, Walder Frey, davonkommt, der wird in der neunten Folge - vorsichtig formuliert - überrascht sein. "The Rains of Castamere" (deutsch "Der Regen von Castamere") ist der Titel der Folge, die für Schockstarre bei Fans auf der ganzen Welt sorgte und nach der Exekution an Ned Stark noch einmal daran erinnert, dass bei GoT auch unter Hauptcharakteren keine Gefangenn gemacht werden. Auf der "Red Wedding" wird erst geheiratet, gefeiert und getanzt. Dann schließen sich die die Türen und die Musiker stimmen das traditionelle Lannister-Lied (eben: "Rains of Castamere") an - unheilvoll.

Im Auftrag der Lannisters werden die anwesenden Starks ermordet, darunter auch Robbs hochschwangere Frau. Der King in the North wird von Roose Bolton - bis dato ein Verbündeter - persönlich getötet: "Die Lannisters senden ihre Grüße." Und Robbs Mutter Catelyn schlitzt noch einer Ehefrau von Lord Walder die Kehle durch, bevor sie selber stirbt. Tragisch auch: Vor der Burg erlebt Arya Stark das Gemetzel an ihren Leuten und dem Schattenwolf ihres Bruders mit, bevor sie der "Hound" in Sicherheit bringt. Ihre Todesliste wird dadurch um ein paar Namen länger.

Atemberaubend:

Dass Daenerys' Drachen Feuer speien können, ist schon seit Ende der zweiten Staffel bekannt. Doch als sie sich in der Sklavenstadt Astapor im Tausch gegen einen Drachen eine Armee kaufen will, wird zum ersten Mal klar, welchen militärischen Wert die Tiere haben werden. Auf Kommando verbrennen die Tiere die bisherigen Sklavenhalter - an der Stelle sei auf die gute Zielsteuerung hingewiesen -, und die Drachenqueen befreit die Armee der zu Soldaten ausgebildeten Eunuchen, die "Unsullied" (deutsch: Die Unbefleckten). Der darauf folgende Auszug der Armee aus Astapor ist ziemlich beeindruckend. Innerhalb von eineinhalb Staffeln hat Daenerys aus einer Truppe zerlumpter Dothrakis eine glaubwürdige Armee - und nebenbei noch ihre Meinung zum Thema Leibeigenschaft deutlich gemacht.

Was bleibt?

In King's Landing bekommt Joffrey von seinem Opa Tywin Lannister einige Lektionen in politischer Führung und Anstand. Gleichzeitig sorgt das Oberhaupt der Königsfamilie dafür, dass der Krieg der fünf Könige mehr oder weniger beendet ist. Die Starks sind geschlagen, Stannis hat mit sich selber zu tun und die Greyjoys sind auch aus dem Norden vertrieben. Der langen Herrschaft von Joffrey steht also wenig im Weg. Zudem wurde mit der Heirat von Sansa und Tyrion das Problem des Erbes von Winterfell erst einmal gelöst.

An der Mauer rettet sich Jon Snow mit letzter Kraft nach Castle Black, wo er vor dem nahenden Angriff der Wildlinge warnt, und Bran unterquert die Mauer. Daenerys wiederum hat zwar eine Armee, doch um ihre erste Stadt zu erobern nutzt sie lieber einen Spezialtrupp - und ihre Redekünste.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: 3: Ygritte, Talisa Stark, Gendry

Tote Hauptfiguren: 3: Robb Stark, Talisa Stark, Catelyn Stark

Staffel 4: Herrscher werden ist nicht schwer...,

Ausgangslage:

Lannister müsste man sein - zumindest zu Beginn der Staffel. In der Hauptstadt ist alles auf die Hochzeit von Joffrey und Margaery ausgerichtet. Auch der einer Hand (das Körperteil, nicht die politische Position) entledigte Jamie ist dort angekommen. Dessen Vater Tywin will, dass er der Königsgarde entsagt und sein Erbe im Stammsitz Casterly Rock antritt. Doch Jamie will lieber bei seinem Sohn und seiner Geliebten/Schwester bleiben. Ungemach kündigt sich mit dem Erscheinen von Oberyn Martell an. Er ist einerseits als Stellvertreter für seinen verhinderten Bruder Doran in King's Landing, andererseits sinnt er aber auch auf Rache für den während Roberts Rebellion begangenen Mord an Schwester Ella. Im Norden bereitet sich die Nachtwache auf den Angriff der Wildlinge vor und der "Hound" will Arya zu ihrer Tante Lysa im Tal von Arryn bringen, wo er sich Lösegeld für sie erhofft.

Prägende Person:

In der vierten Staffel übernehmen die Oldies die Macht. Zwar erfährt man als Zuschauer erst sehr viel später, dass Olenna Tyrell hinter dem Tod von Joffrey auf dessen eigener Hochzeitsfeier steht, doch ihr Giftattentat bringt in der Hauptstadt einiges durcheinander: Sansa kann endlich fliehen, Ehemann Tyrion wird des Mordes angeklagt. Der Prozess wird von seinem Vater Tywin Lannister unbarmherzig vorangerieben und nachdem auch der Gerichtskampf schlecht für Tyrion ausgeht (siehe Szene der Staffel), verurteilt der Vater den Sohn zum Tode. Etwas später rächen sich dieser Schritt und die Verachtung, die er jahrelang auf Tyrion niederprasseln ließ: Er stirbt recht unwürdig - auf dem Klo.

Szene der Staffel:

Für einen Großteil der Fans sorgte schon die zweite Folge für einen Moment kollektiven Durchatmens. Dass Joffrey auf seiner eigenen Hochzeitsfeier stirbt, ist zwar Gift für alle Romantiker, aber der König liefert allein bei dieser ja eigentlich festlichen Gelegenheit so viele Anlässe, ihm etwas Unschönes zu wünschen, dass nur die wenigsten (sogar seine Mutter Cersei, wie sich später herausstellt!) ehrlich um ihn trauern. Am wenigsten vermutlich Sansa, die mit der Hilfe von Petyr Baelish die Hauptstadt endlich verlässt.

Noch spektakulärer und ungleich tragischer endet das Duell zwischen der "Viper" Oberyn Martell und dem "Mountain", die sich bei einem Gerichtskampf gegenüberstehen (Oberyn kämpft für Tyrion, Gregor Clegane für die Anklage). Mit dem Mountain, den er der Untaten an seiner Schwester bezichtigt, hat Martell ohnehin noch eine Rechnung offen. Allerdings wird er übermütig und vom schwer verwundeten Mountain selbst für GoT-Verhältnisse grausig getötet.

Atemberaubend:

Wer sich gefragt hat, ob und wie man die Mauer tatsächlich mit menschenmöglichen Mitteln überwinden und Castle Black ernsthaft attackieren kann, der darf sich über eine ganze Folge lang an einer wirklich beeindruckenden Schlacht erfreuen. Beinahe gelingt es den Truppen von Mance Rayder, dem Anführer der Wildlinge, nämlich tatsächlich - Stoßtrupp über die Mauer und Riesen im Tunnel sei Dank. Doch die Nachtwache hat Jon Snow. Der verliert zwar in der Schlacht seine große Liebe Ygritte, übernimmt aber de facto die Führung der Truppe, während sich der ehemalige Anführer der Königsgarde im Keller versteckt. Dass er danach mit dem Wildling-Führer verhandeln will, finden allerdings nur die wenigsten seiner Brüder bei der Nachtwache gut.

Was bleibt?

So gemächlich die Staffel beginnt, so dramatisch endet sie. Tyrion flieht nach Todesurteil sowie Geliebten- und Vatermord mit Hilfe von Varys, Bruder Jamie und einer Kiste nach Essos. Brienne of Tarth und "The Hound" liefern sich ein Schwertduell vor wild-rauer Kulisse wegen der Frage, wer Arya begleiten darf - die Antwort ist: keiner von beiden. Die Stark-Tochter beschließt dafür, nach Braavos zu segeln um dem Many-Faced God zu dienen.

An der Mauer besiegt Stannis die Reste der Wildling-Armee, nachdem sich Jon und Mance vorher ein Wortduell über den wahren Feind geliefert haben. Noch weiter im Norden erreicht Bran mit seinen Begleitern Hodor sowie den Reed-Geschwistern, die ihm den Weg jenseits der Mauer weisen, das Ziel ihrer Reise: den Three-eyed-Raven, der den Stark-Sohn zum Allseher ausbilden will.

Und auf Essos kämpft Daenerys nicht nur mit einem Bürgerkrieg zwischen Ex-Sklaven und Ex-Meistern, sondern auch mit zunehmend unkontrollierbaren Riesenechsen. Im Fall von zwei ihrer drei Drachen liegt die Lösung erst einmal hinter der stillen Treppe im Keller.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: 4: Brienne of Tarth, Tormund Giantsbane, Ramsay Bolton, Gilly

Tote Hauptfiguren: 5: Joffrey Baratheon, Oberyn Martell, Ygritte, Shae, Tywin Lannister

Staffel 5: ... Herrscher sein dagegen sehr

Ausgangslage:

Durch den Tod von Tywin Lannister entsteht in der Hauptstadt ein Machtvakuum, das überraschenderweise nicht von der machthungrigen Königinmutter Cersei gefüllt wird, sondern von der Religion. Die ernährt das Volk besser als die Herrscher. Und so übernehmen mehr und mehr radikale Asketen unter der Führung des High Sparrow (deutsch: Hoher Spatz) die Macht. Folgenreich für das kommende Königspaar Margaery und Tommen, aber auch für Cersei. Im Norden schöpft Stannis aus dem Sieg über die Wildling-Armee ein wenig zu viel Selbstbewusstsein und marschiert in Richtung Winterfell. Zuvor will er aber noch Ober-Wildling Mance Rayder auf dem Scheiterhaufen sehen (für Feuertode hat er eine gefährliche Obsession entwickelt). Und auf Essos muss Daenerys die Kunst des (Stadt-)Staatenführens lernen, während eine Untergrundarmee ihre Unterstützer meuchelt.

Prägende Person:

Der ungeliebte uneheliche "Sohn" von Ned Stark (sein wahrer Verwandtschaftsgrad wird erst in der darauffolgenden Staffel bekannt), Jon Snow, steigt zum Lordcommander der Nachtwache auf. Und trifft dermaßen viele Entscheidungen, die den Traditionen seiner Untergebenen zuwiderlaufen, dass sein Ende (siehe: Was bleibt?) kaum verwundert. Erst weigert er sich, vor Stannis zu knien und sich von ihm zum Wächter des Nordens machen zu lassen (im Nachhinein eine gute Entscheidung), dann köpft er einen Nachtwachen-Bruder, weil der sich seinem Befehl verweigert hat. Besonderes geht seinen Mannen jedoch gegen den Strich, dass er mit Hilfe von Stannis' Schiffen tausende Wildlinge auf die andere Seite der Mauer holt und mit deren Hilfe die Weißen Wanderer bekämpfen will.

Szene der Staffel:

Nachdem Cersei erst ihren Schwager/Ehemann in Spee, Loras Tyrell, und danach auch Schwiegertochter Margaery in die Gefangenschaft der religiösen Eiferer bringt, wähnt sie sich am Ziel ihrer Machtträume: Ihr Sohn Tommen ist ein leicht zu beeinflussender - und durch die Festnahme seiner Frau paralysierter - König und der kleine Rat ist deutlich geschwächt. Lannister-Herz was willst du mehr?

Leider findet sich Cersei kurze Zeit später selber in Haft der Eiferer. Der Kronzeuge für ihr Verhältnis mit Bruder Jamie ist ihr Cousin Lancel, mit dem Cersei sich auch schon einige Male das Bett geteilt hat. Danach plagt ihn sein Gewissen so sehr, dass er auf die Seite der Religion wechselt - inklusive schmerzhaftem Tattoo auf der Stirn. In der Haft zermürbt die Nonne Septa Unella ("Confess!") Cersei so sehr, dass die zumindest einen Teil der Anschuldigungen gesteht. Was folgt, ist ein quälend langer Walk of Shame durch die Hauptstadt, für den Cersei nicht nur ihrer Haare, sondern auch der Kleidung beraubt wird. Es ist nicht schwer zu erahnen, dass darauf Rache folgen wird.

Atemberaubend:

Begleitet von der Flotte von Stannis und bepackt mit einem Friedensangebot und einem Sack voll Drachenglas trifft Lordcommander Snow im Wildling-Hafen Hardhome (deutsch: "Hartheim") ein. Zehntausende harren hier der Dinge nach der Niederlage von Mance Rayder. Trotz großer Skepsis, nimmt zumindest ein Teil des freien Volkes das Angebot an - inklusive dem Riesen Wun-Wun (wenn auch eher einsilbig). Doch dann zeigt der Night King zum ersten Mal seine Macht, indem er die Wildlinge außerhalb der Holzpalisade innerhalb von Sekunden seiner Armee einverleibt. Und auch die Palisade erweist sich als nicht besonders widerstandsfähig. Bei der Zwangsevakuierung lassen sich zwei Dinge lernen:

  • Das Schwert von Jon Snow ist aus valyrischem Stahl, und der kann die Wanderer ebenso effizient töten wie Drachenglas.
  • Der Night King kann jeden Toten, der nicht verbrannt wurde, zum Teil seiner Armee machen. Und er hat ziemlich blaue Augen.

Was bleibt?

Auf Essos lernt Daenerys, dass es den Söhnen der Harpyie ziemlich ernst ist mit ihrem Hass auf die neue Herrscherin. Als alles verloren scheint, taucht glücklicherweise Drache Drogon auf, der die Brecherin der Ketten in Sicherheit bringt. Zurück bleiben der aus Westeros übergesetzte Neuberater Tyrion, die Vertraute Missandei, Unsullied-Anführer Greyworm, Baristan Selmy, der auch schon ihrem Vater in der Königsgarde diente, und Daario Naharis, die die Stadt nun beruhigen sollen. Arya soll auf Braavos ihren ersten Auftragsmord durchführen, weigert sich aber und hakt mit Meryn Trant stattdessen lieber einen Namen von ihrer Todesliste ab. Der war zuvor Mitglied der Königsgarde und tötete ihren Fechtlehrer Syrio Forel.

Der Versuch, Tochter Myrcella aus Dorne zu retten, wo das Haus Martell regiert, geht für Jamie nicht gut aus. Der vermeintliche Schwesterkuss mit Ellaria Sand entpuppt sich als vergiftet. In King's Landing regiert die Religion.

Mit Stannis Baratheon stirbt der vorletzte der fünf Könige, die in Staffel zwei Anspruch auf den Eisernen Thron erhoben hatten - redlich verdient. Er hatte schließlich Bruder und Tochter geopfert. Seine Frau erhängt sich daraufhin. Immerhin kann Brienne so doch noch ihrer letzte Aufgabe als Mitglied der Königsgarde Renlys erfüllen. Theon wacht endlich aus seiner Gehirnwäsche durch Ramsay auf und hilft Sansa bei der Flucht. Wie sie den Sprung von der Festungsmauer überleben, wird allerdings nicht erklärt. Die Staffel endet mit einem der übelsten Cliffhanger der Serie: einem zu Tode blutendem Jon Snow. For the watch.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: 7: Missandei, Daario Naharis, Tommen Baratheon, Jaqen H'ghar, Ellaria Sand, Roose Bolton, High Sparrow

Tote Hauptfiguren: 2: Stannis Baratheon, Jon Snow

Staffel 6: Comeback-Kings (and Queens)

Ausgangslage:

Die Leiche Jon Snows wird von Zwiebelritter Davor Seaworth in Sicherheit gebracht. Die ihm sonst eher nicht sympathische Melisandre soll ihn wiederbeleben (und liefert eine beeindruckende Show über die optische Wirkung von Schmuck). Sansa und Theon fliehen erfolgreich aus Winterfell und bekommen dabei Hilfe von Brienne und ihrem Azubi-Ritter Podrick. Jamie und Cersei planen die Rache für den Mord an Myrcella. In Dorne gibt es mit dem Mord an Fürst Doran und seinen Vertrauten eine Revolution von oben.

Auf Essos wird Daenerys von den Dothraki gefangen genommen und soll den Rest ihrer Tage nun im Witwendorf verbringen. Währenddessen sind ihr Geliebter Daario und Lord Friendzone Jorah Mormont auf der Suche nach ihr. Und Arya wurde von ihren Ausbildern nicht nur erblindet, sondern auch verstoßen.

Prägende Person:

Vom harmlosen, für einen blonden Prinzen schwärmenden Mädchen zur Lady of Winterfell, wie sie ihr "Bruder" Jon (ja, die wiederbelebung klappt) nennt: Sansa Stark hat nicht nur eine radikale Entwicklung hinter sich, sondern auch aus Fehlern gelernt. Dass sie dennoch nicht selber die Führung ergreift (noch?), um die Häuser des Nordens zu vereinen, zeigt aber, dass sie noch nicht am Ende ihrer Emanzipation ist. Oder ist das genau der richtige Zug?

Dass sie Petyr Baelish nicht mehr vertraut, ihn und seine Armee aber trotzdem um Hilfe bittet, um Winterfell zu erobern, lässt jedoch immerhin vermuten, dass sie das Spiel um die Macht inzwischen verstanden hat. Dass sie am Ende ihren Noch-Ehemann den eigenen Hunden zum Fraß vorwirft, ist angesichts seiner Untaten gegen sie, Theon und so ziemlich jeden anderen immer noch grausam - aber auch irgendwie, nun ja, angemessen.

Szene der Staffel:

Das Ende der fünften Folge "The Door" kommt unerwartet, zeigt, welche Macht Bran Stark als Three-Eyed-Raven in Ausbildung schon hat - und gibt einen Hinweis darauf, dass sich die Vergangenheit womöglich ändern lässt. Denn Fanliebling Hodor ist schon zu Beginn der Serie mit keinem großen Wortschatz ausgestattet. Dass allerdings Bran persönlich dafür verantwortlich ist, indem er dem jungen Wylis (so heißt Hodor eigentlich) ein Trauma fürs Leben verpasst, ist dann doch ein ziemlicher Plottwist. Sein Tod ist in Sachen Dramatik ähnlich mitreißend wie die Red Wedding. Hodor. :(

Atemberaubend:

Zugegeben, auch der Beginn der zehnten Folge "The Winds of Winter" ist beeindruckend. Dass Cersei sich rächen würde, war allerdings klar. Dass sie sich dabei sämtlicher Feinde entledigen und zumindest gefühlt die halbe Hauptstadt in die Luft jagen würde, ist ambitioniert, mit etwas Erfahrung aber auch noch zu antizipieren. Im Gegensatz dazu nimmt die "Battle of the Bastards" (deutsch: "Schlacht der Bastarde") Jon Snow und Ramsay Bolton (eigentlich ja auch Snow) dann doch ein unerwartetes Ende.

Außerdem gehört die Schlacht in Sachen Inszenierung mit zum Besten, was man auf TV-Bildschirmen jemals zu sehen bekommen hat. Allein die Minuten, in denen Jon beinahe von den eigenen Leuten erdrückt wird, lösen ein Gefühl schwerster Klaustrophobie aus. Mit Wun-Wun kommt dann allerdings nach Hodor der nächste große Sympathieträger um, natürlich durch die Hand, beziehungsweise den Pfeil von Ramsay.

Was bleibt?

Nach fünf Staffeln Unterbrechung ist Winterfell wieder in der Hand der Starks - und prompt wird ein neuer König ausgerufen. Der erteilt schon vor seiner Inthronisierung, bei der die junge Lyanna Mormont eine entscheidende "Ich-wasch-euch-mal-allen-den-Kopf"-Rolle spielt, seiner Wiederbeleberin Melisandre Hausverbot. Arya hakt währenddessen mit Red-Wedding-Gastgeber Walder Frey den nächsten Namen auf ihrer Liste ab.

In King's Landing vergeht nicht viel Zeit zwischen dem Absprung des alten Königs Tommen und der Krönung seiner Nachfolgerin: Mutter Cersei. Die hat - nachdem sie sich des Großteils ihrer Feinde auf einen Schlag entledigt hat - auch noch einen besonders grausamen Plan für Septa Unella.

Und Daenerys? Die lässt Liebhaber Daario nicht nur aus politischen Gründen in Mereen zurück. Von dort aus macht sie sich mit ihren drei inzwischen sehr stattlichen (und offenbar wieder kontrollierbaren) Drachen auf den Weg in den Westen. Zu ihrer Flotte und Armee gehören inzwischen auch die Greyjoy-Geschwister, das gesamte Dothraki-Heer, die Unsullied und die neue Hand der Königin, Tyrion. Dazu hat sie Bündnisse mit den Martells und den Tyrells geschlossen. Sie hat also auch schon die ersten Unterstützer auf Westeros.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: 1: Nachtkönig

Tote Hauptfiguren: 6: Ramsay Bolton, Hodor, High Sparrow, Margaery Tyrell, Tommen Baratheon, Walder Frey

Staffel 7: Es wird eng auf Westeros

Ausgangslage:

Der Norden rüstet auf. Auf Geheiß von King Snow wird nicht nur die Suche nach Drachenglas verstärkt, sondern auch jeder zwischen zehn und 60 Jahren einem Waffentraining unterzogen. Die Wildlinge unter der Führung von Tormund bekommen den Auftrag, die bislang unbemannte Festung Eastwatch-by-the-Sea zum Schutz gegen die Weißen Wanderer zu besetzen. Dorthin ist in der Zwischenzeit auch The Hound und Berric Dondarrion samt seinem wiederbelebenden Priester Thoros unterwegs.

In King's Landing empfängt Cersei Euron Greyjoy - großes Sympathieträger-Treffen also. Der König der Iron Islands macht aus seinen Absichten weder gegenüber der Königin noch ihrem Bruder einen Hehl, verspricht ihr, sollte sie ihn heiraten, aber immerhin ein tolles Hochzeitsgeschenk. Cersei erwartet da allerdings Vorleistung.

Daenerys will die sieben Königreiche von ihrem Familienstammsitz Dragonstone erobern. Dass die Festung auf einer Drachenglas-Ader erbaut ist, lässt sich zwar schon aufgrund des Namens vermuten, fällt ihr aber bislang nicht auf.

Prägende Person:

Sie macht nicht alles richtig, dass sie das Herz nicht am rechten Fleck hätte, oder beratungsresistent wäre, kann man Daenerys Targaryen allerdings nicht vorwerfen. Sie erlaubt König Jon, sein dringend benötigtes Drachenglas abzubauen. Und sie fliegt in Rekordgeschwindigkeit von Dragonstone nach Norden, um ihrem Cousin (was sie und er aber beide noch nicht wissen) unter Einsatz des Lebens einer ihrer Drachen zu helfen. Das verwandtschaftliche Verhältnis, das Bran mit Hilfe von Sam endgültig aufklärt, muss aber nicht unbedingt etwas für die Zukunft bedeutet. Inzest ist im Hause Targaryen schließlich kein Hindernis für engere Beziehungen. Dass Jon durch seine Position einen stärkeren Anspruch als Daenerys auf den eisernen Thron hat, könnte da schon für mehr Probleme sorgen.

Vorerst verfolgt die Drachenmutter mit den vielen Titeln aber ihre Eroberungsambitionen weiter, wobei sie - und auch das muss man ihr zugute halten - die Zivilbevölkerung schonen will. Dass sie den Familiensitz der Lannisters ein wenig zu leicht erobern kann, macht sie mit fetter Beute bei der Attacke Löwen-Armee wieder gut. Und ihr Auftritt beim großen Treffen in King's Landing ist beeindruckend.

Szene der Staffel:

Da die Weißen Wanderer und ihr Anführer die Mauer nicht über- oder unterqueren können, reißen sie sie ein. Hilfreich dabei ist der kurz zuvor erspeerte und danach wieder zum "Leben" erweckte Drache Viserion, benannt nach Daenerys' Ekelbruder aus der ersten Staffel. Der Abbruch ist ein Einschnitt, nicht für die Wildlinge, die die dahinterliegende Festung besetzen, sondern auch für alle südlich der Mauer lebenden Menschen. Immerhin wird Bran seine Leute recht zeitnah warnen können, denn dank seiner Fähigkeit, seinen Geist in den Körper von Tieren zu versetzen, war er zu dem Zeitpunkt als Rabe unterwegs.

Atemberaubend:

Auch wenn es nur ein Drache ist, mit dessen Unterstützung die Dothraki die Lannisters attackieren: In "The Spoils of War" (deutsch: "Kriegsbeute") wird die Vernichtungskraft der geflügelten Tiere erneut sehr deutlich. Dass Drogon den Lannister-Trupp fast im Alleingang besiegt, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass auch die Armee der Königin ihre Mittel gegen den Drachen hat. Und nicht alle lassen sich von dem Angriff nachhaltig beeindrucken. Vater und Bruder von Samwell Tarly beispielsweise weigern sich, aufzugeben. Und werden deswegen zum Opfer von Daenerys' Richterspruch. Auch wenn dieser gegen den ausdrücklichen Rat von Tyrion umgesetzt wird.

Was bleibt?

Die Mauer ist gefallen und die Untoten auf dem Marsch, beziehungsweise Flug gen Süden. Ihr Ziel ist noch immer nicht klar. Auf jeden Fall braucht es jetzt jede Menge Drachenglas.

Nach dem Klassentreffen in King's Landing zeigen sich die Lebenden vereint: Daenerys und Tyrion arbeiten mit den Starks zusammen und selbst Cersei tut zumindest so, als wäre sie mit von der Partie. Jamie weiß aber, dass sie schon dabei ist, ihre neuen Verbündeten zu hintergehen, was ihn derart frustriert, dass er mit seiner Schwester und Geliebten bricht.

Und die auf Winterfell verbliebenen Stark-Geschwister zeigen, was man mit vereinten Kräften so erreichen kann, wenn man nicht auf jeden angeblich noch so guten Berater hört. Vor allem, wenn zu diesen vereinten Kräften Allwissenheit (Bran) und Gestaltwandlung (Arya) zählen.

Statistik:

Neue Hauptfiguren: -

Tote Hauptfiguren: -

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.4402688
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
sz.de/biaz
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.