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"Game of Thrones"-Recap:Wer hatte den besten Auftritt? Und wo ist eigentlich Bronn?

Was der Episodentitel bedeutet:

"Zuhause", das ist für jeden in dieser Episode etwas anderes. Die Wildlinge nehmen mit der Verteidigung von Castle Black die Gegend südlich der Eismauer als ihre neue Heimat an. Sansa streift, auf der Suche nach einem Zuhause, frierend durch die heimatlichen Wälder, während Bran in seinen Visionen in ein heiles Winterfell zurückkehren darf. Sogar die zuletzt etwas gebeutelte Arya bekommt offenbar wieder ein Dach über den Kopf. Hingegen bricht Cerseis Zuhause im Palast von King's Landing allmählich in sich zusammen - eine Sorge, die Ramsay Bolton erst einmal nicht mehr umtreiben muss.

So wird man sich an diese Episode erinnern:

Mal vom offensichtlichen Augen-Aufschlagen am Ende abgesehen: Als die Episode, in der Hodor plötzlich nicht mehr nur die liebenswürdige und einsilbige Dumpfbacke ist. Als Bran ihn fragt, was ihm denn passiert ist, dass er nur noch "Hodor" sagen kann, antwortet er geradezu herzerweichend mit einem einzigen Wort, so traurig wie geheimnisvoll: "Hodor."

Game of Thrones "Game of Thrones" als interaktive Grafik
Personen-Atlas zu "Game of Thrones"

"Game of Thrones" als interaktive Grafik

In der siebten Staffel endgültig den Überblick verloren? Unsere interaktive Grafik bringt Ordnung ins Beziehungschaos zwischen Menschen, Drachen, Riesen und Zombies - mit einstellbarem Spoiler-Grad.   Von Matthias Huber und Steffen Kühne

Bester Auftritt:

Euron Greyjoy. Der ehemalige Pirat und Königsbruder verspricht mit seinem Wind-und-Wetter-Auftritt, ein wunderbarer Halb-Bösewicht zu werden. Immerhin ist es um sein bisher einziges Opfer Balon nicht besonders schade, da gibt es also noch genug Möglichkeiten für edle Motive. Dazu kommt, dass sich der künftige Flottenkommandant seinem Bruder ganz unbescheiden mit "Ich bin der Sturm" vorgestellt hat, während sich irgendwo jenseits des Meeres Daenerys, die "Sturmgeborene", mit den abgebrannten Resten ihrer eigenen Schiffe auseinandersetzen muss.

Wir mochten Ramsay Bolton lieber, als er noch ...

... nur Theon gefoltert hat. Bei allem ausuferndem Sadismus, den er dabei an den Tag legte: Immerhin schien wenigstens er Freude daran zu haben und lockerte die grausamen Szenen mit grausamen Sprüchen auf. Jetzt, als Lord Bolton, ist er dagegen nur noch böse, ganz ohne diese irre Freude, die ihn bei aller Abscheulichkeit zumindest zu einer denkwürdigen Figur gemacht hat.

Wen wir vermisst haben:

Bronn. Der stets gut gelaunte Söldner, der zuletzt den unfreiwilligen Linkshänder Jaime trainierte und vorher als Tyrions Leibwächter seinem Herren in Sachen Sprücheklopferei und Schlagfertigkeit kein bisschen nachstand. Bisher ist von ihm in Staffel sechs nichts zu sehen. Und weil "Game of Thrones" für die vielen Handlungsstränge offenbar immer weniger Zeit hat, scheint es auch sehr fraglich, ob er überhaupt zurückkommt. Vielleicht irgendwann an der Seite von Sansa und Brienne, die ein wenig Humor in ihrer Truppe ganz gut gebrauchen könnten...

Wie es weitergeht:

Natürlich erst einmal mit dem überfälligen Schicksal von Jon Snow. Schauspieler Kit Harrington hat sich ja bereits in vorab geführten und nach der Episode veröffentlichten Interviews für seine Lügen entschuldigt. Aber wenn der Lord Commander der Nachtwache jetzt wieder atmet, ist er dann noch Mitglied der eigentlich nur bis zum (jeweils ersten) Tod eingeschworenen Nachtwache? Und ist er nach all der Aufregung überhaupt noch derselbe?