Süddeutsche Zeitung

Fernsehen:Schauspieler Fritz Wepper ist tot

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Der gebürtige Münchner spielte in vielen Fernsehserien mit, zu den bekanntesten zählen "Derrick" und "Um Himmels Willen". Er wurde 82 Jahre alt.

Der Schauspieler Fritz Wepper ist tot. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. Zunächst hatte die Bild berichtet. Demnach starb der gebürtige Münchner an diesem Montag im Alter von 82 Jahren.

Geboren wurde Wepper im Sommer 1941. Knapp drei Jahre später kam sein Bruder Elmar auf die Welt, der im vergangenen Oktober im Alter von 79 Jahren verstarb und ebenfalls Schauspieler war. Zeit ihres Lebens hatten die Brüder eine besonders innige Beziehung zueinander. "Wenn er nicht mein Bruder wäre, wäre er mein bester Freund", schrieb Wepper in seiner Autobiografie.

Mit elf Jahren kam Wepper zur Schauspielerei, als er für das Kinderstück "Peter Pan" am Münchner Residenztheater entdeckt wurde. Ein paar Jahre später folgte der international gefeierte Anti-Kriegsfilm "Die Brücke" von Bernhard Wicki.

Träume von Hollywood zerschlugen sich, berühmt wurde Wepper dennoch, vor allem mit zwei Rollen: Als Kommissars-Assistent Harry Klein in der ZDF-Krimiserie "Derrick" und als intriganter Bürgermeister Wolfgang Wöller in der ARD-Serie "Um Himmels Willen", die rund 20 Jahre auf Sendung blieb.

1979 heiratete er seine Freundin Angela, die zwei Töchter in die Ehe brachte. 2009 ging Wepper trotz seiner Ehe eine Beziehung mit Susanne Kellermann ein. Auch mit ihr bekam er eine Tochter, bald nach der Geburt trennte sich das Paar aber 2012. Wepper kehrte zu seiner Gattin zurück, diese verstarb 2019 überraschend.

Das letzte Hemd, ein schwarzer Kimono

Anfang 2021 machte Wepper eine Krebserkrankung öffentlich, von der er sich nach eigener Aussage ein Jahr später aber gut erholt hatte. Angst vor dem Lebensende hatte Wepper nicht. "Dass ich irgendwann sterben werde, habe ich akzeptiert. Aber das Wie bereitet mir Sorgen. Niemand wünscht sich ein qualvolles Ende." Der Schauspieler hat sich Gedanken gemacht. "Beerdigt werden möchte ich in meinem schwarzen Kimono, den ich zum Meditieren trage", schreibt er in seiner Autobiografie. Dazu ein buddhistisches Armband mit hölzernen Perlen. "Beides Symbole des Loslassens." Auch seine letzte Ruhestätte steht fest: das Familiengrab in München.

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