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Friedrich-Naumann-Stiftung:Freiheitspreis für Verlegerin Friede Springer

Die Verlegerin Friede Springer ist am Samstag mit dem Freiheitspreis der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung geehrt worden. Springer erhalte die Auszeichnung für ihren lebenslangen Einsatz für die Pressefreiheit sowie für die Förderung von Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Deutschland, hieß es in der Begründung der Jury. Die Verlegerin stehe "mit klarem Profil in einer Zeit der unklaren Verhältnisse" und sei eine "Vorkämpferin für das freie Wort in einer freien Welt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung, Karl-Heinz Paqué.

Der undotierte Preis wurde der Verlegerin in der Frankfurter Paulskirche übergeben. Die Laudatio hielt der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Konzerns, Mathias Döpfner. Er hob den freiheitlichen Kompass der Witwe von Verlagsgründer Axel Springer hervor. Bei ihr gebe es "niemals Toleranz für die Intoleranz. Niemals Diskriminierung. Niemals Ausgrenzung", so Döpfner. Auch im Unternehmen habe Springer die innere Freiheit loszulassen, selten zurück und immer nach vorne zu schauen.

Friede Springer wurde am 15. August 1942 auf Föhr geboren. Sie ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer SE sowie Vorstandsvorsitzende der Friede Springer Stiftung, der Axel Springer Stiftung sowie der Friede Springer Herz Stiftung. Mit dem nicht dotierten Freiheitspreis zeichnet die Friedrich-Naumann-Stiftung seit 2006 alle zwei Jahre herausragende Persönlichkeiten aus. Darunter waren bisher unter anderen der Schriftsteller Mario Vargas Llosa und Altbundespräsident Joachim Gauck.

© SZ/epd
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