Es war vor acht Monaten, in einer fast vergessenen Zeit also, als es dem Bundeskanzler überraschenderweise gelang, sein Publikum vielleicht zu verzaubern, auf jeden Fall aber für sich zu gewinnen – zwei Abende lang, an denen er seine alte, kalte Strenge überwand und sich empfindsam und feinfühlig zeigte, offen für Kritik und bereit, an seinen Entscheidungen zu zweifeln.
NachtkritikEs muss ja kein Urknall sein
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Bundeskanzler Merz zeigt sich bei Maybrit Illner erleichtert über die Einigung auf das Reformpaket, bleibt aber in der Defensive. Ein paar Argumente, um die Leute mitzureißen, hätten es schon sein dürfen. Und das Wichtigste fehlt ganz.
Von Claudius Seidl
