NachrufEiner, der Bilder aus Krieg und Krisen wirken ließ

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Friedhelm Brebeck (1934-2026).
Friedhelm Brebeck (1934-2026). (Foto: Alamy Stock Photos/GrevenStift/mauritius images)

Als eines der markantesten Gesichter des deutschen Fernsehens berichtete Friedhelm Brebeck aus Iran, Libanon und dem zerfallenden Jugoslawien. Unverwechselbar war seine tiefe Stimme – nun ist er mit 91 Jahren gestorben.

Von Christiane Schlötzer

Die Stimme rau und unverwechselbar, die Lederjacke wie eine Schutzweste und darum herum die Bilder von Tod und Elend. So wird er in Erinnerung bleiben, bei denen, die sich noch erinnern. Es sind Bilder aus einem Krieg, der inzwischen längst vergessen ist, den der Reporter Friedhelm Brebeck jedoch nie vergessen konnte. Weil er fast so lange, wie die Belagerung der bosnischen Stadt Sarajewo dauerte, 1425 Tage, dort ausgeharrt hatte, die Stellung hielt. Letzteres aber klingt zu zackig, denn Brebeck war zwar jahrzehntelang der Krisenkorrespondent der ARD, das markanteste Gesicht des Deutschen Fernsehens, wenn es galt, das blutige Weltgeschehen ins Wohnzimmer zu holen: den Sturz des Schahs 1979 in Teheran, den Bürgerkrieg in Libanon, das zerfallende Jugoslawien in den 1990er-Jahren. Aber Brebecks Berichte stellten überwiegend die Opfer in den Mittelpunkt, „er brachte die Deutschen dazu, die Leiden anderer zu betrachten“.

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