Französische Medien:Sonntags künftig ganz weit rechts

Französische Medien: Beim Tod von Queen Elizabeth 2022 ähnelten sich die Titel der französischen Zeitungen wie wohl in jedem Land der Welt - doch sonst ist die Presselandschaft politisch stark fragmentiert.

Beim Tod von Queen Elizabeth 2022 ähnelten sich die Titel der französischen Zeitungen wie wohl in jedem Land der Welt - doch sonst ist die Presselandschaft politisch stark fragmentiert.

(Foto: Adrien Fillon/dpa)

Die Mitarbeiter eines bislang gemäßigten Blatts in Frankreich streiken, weil ein Rechtsextremer ihr Chef werden soll. Einblicke in eine Medienlandschaft, in der nur noch wenige gelassen bleiben.

Von Léonardo Kahn

Kein Journal du Dimanche an diesem Sonntag, an allen Kiosken Frankreichs bleibt der Platz, wo sonst die entsprechenden Stapel liegen, leer. Die Journalisten der einzigen überregionalen Sonntagszeitung Frankreichs sind am Donnerstag in den Streik getreten, 96 Prozent der Angestellten sind mit dem Wechsel in der Chefredaktion unzufrieden. Sie erfuhren davon gleichzeitig mit allen anderen Franzosen, als Donnerstagvormittag die Tageszeitung Le Monde eine Exklusivmeldung pushte: Geoffroy Lejeune soll die Leitung übernehmen.

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