Frankreich:Der Moderator und der Milliardär

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Frankreich: "Man kommt nicht zu Leuten, um ihnen auf den Teppich zu kacken": Moderator Cyril Hanouna ist der hochbezahlte Favorit seines Senderchefs Vincent Bolloré.

"Man kommt nicht zu Leuten, um ihnen auf den Teppich zu kacken": Moderator Cyril Hanouna ist der hochbezahlte Favorit seines Senderchefs Vincent Bolloré.

(Foto: Aurelien Morissard/Imago/PanoramiC)

Ein Krawall-Eklat im Fernsehen bewegt Frankreich. Auf den ersten Blick geht es darum, dass ein Politiker beleidigt wird - auf den zweiten um einen milliardenschweren Medienunternehmer.

Von Kathrin Müller-Lancé, Paris

Es sind schwer erträgliche neun Minuten, die der Schlagabtausch zwischen dem Moderator Cyril Hanouna und dem Abgeordneten Louis Boyard von der linken Partei "La France Insoumise" dauert. Beide reden so viel durcheinander, dass man genau hinhören muss, um die im Fernsehen schon erstaunlichen Beschimpfungen richtig zu verstehen. "Halt die Klappe", schleudert der französische Moderator seinem Gast immer wieder entgegen, er nennt ihn "Idiot" und "scheiße". Am Ende stöpselt der Politiker - der früher selbst in der Expertenrunde saß, die Hanouna in der Sendung zur Seite steht - sein Mikrofon ab und verlässt unter Buhrufen die Sendung.

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