Spielfilmtipps zum WochenendeAuf in die Achtziger

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Tina Turner tritt als Aunt Entity in „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ gegen ihren Rivalen Max (Mel Gibson, nicht im Bild) an.
Tina Turner tritt als Aunt Entity in „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ gegen ihren Rivalen Max (Mel Gibson, nicht im Bild) an. © Kennedy Miller Productions

„Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“, „Superman“, „Zurück in die Zukunft“ und „Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses“: die besten Filme im TV-Programm des Wochenendes.

Von Stefan Fischer

Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel

Science-Fiction, Arte, Sonntag, 22.10 Uhr

Die einzige nennenswerte Filmrolle von Tina Turner, abgesehen von einem Cameo-Auftritt in „Last Action Hero“ sowie Gastauftritten in der Serie „Ally McBeal“. Aber was für eine: Als gewaltbereite Aunty Entity herrscht sie über die Siedlung Bartertown. So gut das eben geht in dieser endzeitlichen Dystopie, in der es zwar Gesetze gibt, aber es auch die erforderliche Macht, Stärke und mitunter Skrupellosigkeit braucht, um sie durchzusetzen – oder im eigenen Sinn zu interpretieren. Aunty möchte Max (Mel Gibson) für ihre Zwecke einspannen, doch der hat seinen eigenen Kopf, und so sind die beiden bald wieder Rivalen. Ein wildes Spektakel, eine Untergangsfantasie aus den Achtzigern, die auch heute noch vor Kraft strotzt. Gerahmt wird das Abenteuer von dem Dokumentarfilm „Tina“ (20.15 Uhr) und dem Konzert „Tina Turner: One Last Time Live in Concert“ (23.50 Uhr).

Superman

Superhelden-Film, Tele 5, Sonntag, 20.15 Uhr

Groß gedacht hat man im Superhelden-Filmgenre schon in den frühen Jahren: Die Fortsetzung „Superman II – Allein gegen alle“ (22.50 Uhr) wurde 1978 größtenteils bereits parallel mitgedreht. Die Fertigstellung dieses zweiten Teils verzögerte sich dann jedoch: Marlon Brando, in der Rolle von Supermans Vater, hatte eine Gewinnbeteiligung verhandelt. Wegen des Erfolgs von „Superman“ wollte sich das Studio das zu erwartende hohe Salär Brandos für den zweiten Teil dann jedoch sparen und ließ ihn aus dem Film herausschneiden. Da wollte der Regisseur Richard Donner nicht mitmachen, weshalb er aus dem Projekt flog. Zu sehen sind beide Filme hintereinander, mit Christopher Reeve in der Titelrolle – die analoge Tricktechnik ist auf der Höhe der damaligen Zeit. Tags zuvor gibt es, ebenfalls bei Tele 5, eine Superheldin: Halle Berry als „Catwoman“ (Samstag, 20.15 Uhr).

Zurück in die Zukunft

Science-Fiction, RTL 2, Samstag, 18 Uhr

Es ist eine der kuriosesten Dreiecksgeschichten des Kinos: Der Jugendliche Marty McFly (Michael J. Fox) wird mittels einer Zeitmaschine drei Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückgeschleudert, ins Jahr 1955. Er begegnet seiner Mutter als junger Frau. Und die findet ihn scharf – doch Marty muss zusehen, dass er sie mit seinem Dad verkuppelt, damit es ihn in Zukunft überhaupt geben wird. Unter anderem muss er dafür den Widerling Biff Tannen ausbremsen, der sich für seine Mutter interessiert. Und der in der Gegenwart des Jahres 1985 der Chef von Martys Vater ist. In der Fortsetzung „Zurück in die Zukunft II“ (20.15 Uhr) mischt dieser Biff dann selbst fleißig mit bei der Manipulation der Zeitläufte. Die Reparaturarbeiten dauern auch den gesamten dritten Teil der Reihe an (22.25 Uhr). Ein Klassiker des Achtzigerjahre-Kinos, für viele Zuschauer heute eine Zeitreise in die eigene Jugend.

40 Jahre „Zurück in die Zukunft“
:Betrug, Liebe und ein gewaltiger Kokaindeal

Vor 40 Jahren machte „Zurück in die Zukunft“ den Delorean DMC-12 zum Flügeltür-Traum adoleszenter Mitteleuropäer. Die Geschichte hinter dem Auto ist: wild.

SZ PlusVon Martin Wittmann

Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses

Drama, SWR, Sonntag, 23.20 Uhr

1964 ist in den USA der Civil Rights Act in Kraft getreten. Formal hat er die Rassentrennung aufgehoben, faktisch bestand sie vor allem im Süden des Landes fort. Und der Ku-Klux-Klan hat vor Morden nicht zurückgeschreckt, um für ihn unbequeme Bürgerrechtler loszuwerden und durch diese drastischen Einschüchterungen die überkommenen Machtverhältnisse zu zementieren. Am 21. Juni 1964 wurden James Earl Chaney, Andrew Goodman und Michael Schwerner in einen Hinterhalt gelockt und getötet, unter Mithilfe von Polizisten. Der Fall erregte Aufsehen, Alan Parker hat ihn 1988 verfilmt, mit Gene Hackman und Willem Dafoe als FBI-Agenten und Frances McDormand als mutiger Bürgerin, die sich gegen die rassistische Mehrheit stellt. Der Mann, der 1964 als Sheriff des Countys in die Morde verwickelt war, verklagte die Produktionsfirma wegen Verleumdung – ließ die Klage aber angesichts der Beweislast fallen.

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