Spielfilmtipps zum WochenendeDie Trickser

Lesezeit: 2 Min.

Meryl Streep in „Die Verlegerin“ als Kay Graham, Besitzerin der  Washington Post.
Meryl Streep in „Die Verlegerin“ als Kay Graham, Besitzerin der Washington Post. Arte/NBC Universal 2025

„Die Verlegerin“, „Das Boot – Director’s Cut“, „Jeder gegen Jeden“, „Meine erfundene Frau“: die Filmtipps im TV-Programm des Wochenendes.

Von Stefan Fischer

Die Verlegerin

Drama, Arte, Sonntag, 20.15 Uhr

Steven Spielbergs Film, 2018 in den Kinos, werden jüngere Zuschauer womöglich nicht ganz verstehen oder zumindest kurios finden, weil die Figuren darin seltsame Dinge tun. Sie sind Journalisten, machen eine Zeitung, und zwar mit den aus heutiger Sicht beschränkten Mitteln der Siebziger. Um was es in diesem Film im Kern geht, ist allerdings keineswegs anachronistisch: Es geht um Medien und Politik; darum, wie Politiker sich der Medien bedienen und wie wiederum Medien ihre Macht gebrauchen. An diesen Mechanismen hat sich wenig geändert, mögen sich auch Mittel und Methoden gewandelt haben. Mittendrin: Meryl Streep als Besitzerin der Washington Post, die Journalismus zwangsläufig auch als Geschäft betrachtet. Und nun steht diese Verlegerin vor der Frage, wie viel Haltung sie sich leisten möchte und leisten kann.

Das Boot – Director’s Cut

Kriegsfilm, BR, Samstag, 22 Uhr

Besonders groß ist der Aktionsradius für die Besatzung der U96 nicht. Auch wenn ihr theoretisch der gesamte Atlantik offensteht, so ist ihre tatsächliche Welt so klein wie der Innenraum ihres Unterseeboots. Und die Bewegungsfreiheit im Meer wird für das U-Boot der Nazis immer geringer; feindliche Schiffe bedrängen und jagen die U96. In dem mehr als dreistündigen Director’s Cut setzt Regisseur Wolfgang Petersen diese doppelte Enge clever in Szene. Es ist ein Kosmos aus Eingeschlossenen, die während des Zweiten Weltkriegs bereits so gut wie verloren sind und dennoch nach einem Entkommen suchen. Der Kameramann Jost Vacano hat lange gegen die Produktionsfirma geklagt, um an den Gewinnen beteiligt zu werden, die ihr „Das Boot“ eingetragen hat. Wer den Film (wieder) sieht, bekommt vor Augen geführt, dass Vacanos Arbeit elementar ist für dessen Wirkung.

Jeder gegen Jeden

Thriller, 3sat, Sonntag, 22.15 Uhr

Eine spanisch-argentinisch-französische Koproduktion ist dieser an Wendungen reiche und dennoch ganz in sich ruhende Bankräuberfilm, den Daniel Calparsoro 2016 inszeniert hat. Spannend ist unter anderem, dass der Regisseur mit einer Konvention des Genres bricht, denn Geschwindigkeit spielt hier keine Rolle. Die Flucht nach dem Ausräumen der Tresore ist keine Frage des Tempos, sondern des Raffinements. Bei ihren Plänen haben die Gangster allerdings das Wetter nicht einkalkuliert: Ein Starkregen überflutet den Tunnel, durch den sie entwischen wollten. Also sitzen sie fest, mitsamt den Geiseln, die Bank ist umstellt von der Polizei. Eine spannende Dynamik setzt ein, zwischen beiden Gruppen und auch zwischen einzelnen ihrer Mitglieder. Besonders eine Bankangestellte und der Anführer der Bankräuber, El Uruguayo (Rodrigo De la Serna), verfolgen eine überraschende Agenda.

Meine erfundene Frau

Komödie, Sat 1, Sonntag, 22.35 Uhr

Es fängt mit einer Lüge an: Danny Maccabee (Adam Sandler) ist gar nicht verheiratet. Trotzdem trägt er einen Ehering. Mit dieser Masche fährt er in sexueller Hinsicht lange Jahre gut – aus seiner Warte jedenfalls: Danny ist nur an kurzen Abenteuern interessiert. (Angeblich) verheiratet zu sein, signalisiert Frauen, dass er für mehr als einen (vermeintlichen) Seitensprung nicht zu haben ist. Aber dann trifft er eines Tages natürlich die eine Frau, Palmer, von der er dann doch mehr möchte. Also muss er weiter lügen, eine anstehende Scheidung erfinden. Da Palmer hartnäckig ist und ihm außerdem der Zufall in die Quere kommt, muss Danny auf die Schnelle eine komplette Scheinfamilie aufbieten – eine Frau (Jennifer Aniston) mitsamt Kindern, die bereit sind, einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Denn Palmer ist wichtig, dass kein Groll bei der Bald-Ex zurückbleibt.

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