Spielfilmtipps zum WochenendeHelden und Reisen

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Die Mauer ist gefallen, seine Mutter weiß es nur noch nicht: Daniel Brühl als Alex Kerner in „Good Bye, Lenin!“.
Die Mauer ist gefallen, seine Mutter weiß es nur noch nicht: Daniel Brühl als Alex Kerner in „Good Bye, Lenin!“. Sony Pictures/Courtesy Everett Collection via www.imago-images.de/imago images/Everett Collection
  • Das Wochenende bietet vier besonders sehenswerte Filme im TV: "Good Bye, Lenin!", "Asterix und die Wikinger", "School of Rock" und "Life of Pi".
  • "Good Bye, Lenin!" mit Daniel Brühl erzählt berührend von einem Sohn, der seiner Mutter nach dem Mauerfall eine Schein-DDR vorgaukelt.
  • "Life of Pi" von Ang Lee gewann 2013 vier Oscars und zeigt einen Jungen im Überlebenskampf mit einem Tiger auf dem Meer.
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„Good Bye, Lenin!“, „Asterix und die Wikinger“, „School of Rock“ und „Life of Pi“: sehenswerte Filme im TV-Programm des Wochenendes.

Von Marie Gundlach

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Good Bye, Lenin!

Komödie, 3sat, Sonntag, 21.45 Uhr

Viele Filme haben sich der Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung schon gewidmet, aber kaum einer schafft es so berührend und gleichzeitig unterhaltsam wie „Good Bye, Lenin!“. Die Tragikomödie begleitet die Familie Kerner in Ost-Berlin: In den Siebzigern setzt sich der Vater in den Westen ab, Mutter Christiane bleibt mit ihren zwei Kindern in der DDR zurück und fügt sich geradezu vorbildlich in das sozialistische System ein. Dann fällt sie wegen eines Herzinfarkts ins Koma und verpasst den Mauerfall samt Beginn der Wiedervereinigung. Als Christiane wieder aus dem Koma aufwacht, setzt ihr Sohn Alexander, toll gespielt von Daniel Brühl, alles daran, sie vor der Realität zu schützen. Er baut eine Schein-DDR um ihr Krankenbett, fälscht Nachrichtensendungen und Lebensmittel – alles, um ihr Herz zu schonen. Es geht um Liebe, um Wahrheit und um die Frage: Was bleibt von dir übrig, wenn sich alles um dich verändert? 

Asterix und die Wikinger

Zeichentrick, Super RTL, Samstag, 20.15 Uhr

Kaum ein Dorf dürfte weltweit so bekannt sein wie das, das nicht aufhört, den Römern Widerstand zu leisten. Umso unterhaltsamer ist es, wenn sich Asterix und Obelix mal nicht mit den Schergen Cäsars rumschlagen, sondern neue Bekanntschaften machen: mit den Wikingern zum Beispiel. Die entführen den extrem ängstlichen Grautvornix – denn sie haben gehört, dass Angst Flügel verleihen soll. Wer könnte sich da besser auskennen als ein absoluter Feigling, ein Meister der Angst? Asterix und Obelix reisen gen Norden, um Grautvornix zu retten, doch vor Ort stellt sich heraus, dass die Lage etwas komplizierter ist – und Wikinger und Gallier sich vielleicht ähnlicher sind als gedacht. Ein lustiger Familienfilm mit zeitlos toller Botschaft: Echter Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz Angst für seine Überzeugungen einzustehen.

School of Rock

Komödie, RTL 2, Samstag, 20.15 Uhr

Wie muss ein Rockstar aussehen? Sicher nicht wie Dewey Finn (Jack Black), der als Aushilfslehrer an einer Privatschule anheuert und mit glatt gekämmten Haaren, Bierbauch und Fliege vor ein paar Kindern steht. Doch sobald er eine E-Gitarre in der Hand hat, ändert sich alles. Heimlich gründet Finn mit seinen Schülern eine Rockband, um einen Bandwettbewerb zu gewinnen. Eigentlich will der gescheiterte Musiker nur seiner ehemaligen Band eins auswischen und das Preisgeld kassieren, doch so wie er die Kinder von der Rockmusik begeistert, so begeistern sie auch ihn. Es entsteht ein abwechslungsreiches Versteckspiel, denn natürlich droht der Plan jederzeit aufzufliegen …  „School of Rock“ glänzt nicht nur durch einen wirklich witzigen Jack Black, sondern auch durch viele Anspielungen an die Größen des Rocks und einfach gute Musik. Macht auch mehr als 20 Jahre nach der Premiere noch der ganzen Familie Spaß.

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Abenteuerdrama, Sixx, Sonntag, 20.15 Uhr

Ein kleines Boot auf weitem Meer, darauf nur ein junger Mann – und ein Tiger. Mit seiner Adaption des Bestsellers „Life of Pi“ hat Regisseur Ang Lee ein Meisterwerk geschaffen und wurde dafür 2013 mit vier Oscars ausgezeichnet. Weil bei den Dreharbeiten ein echter Tiger fast gestorben wäre, arbeitet der Film vor allem mit animierten Tieren. Die sehen auch fast 15 Jahre später noch beeindruckend aus. Im Film erzählt der junge Piscine „Pi“ Molitor Patel, Sohn eines Zoodirektors, seine unglaubliche Geschichte. Als die Familie mit allen Tieren von Indien nach Kanada übersetzen will, kommt es zu einem Schiffsunglück, und Pi überlebt als einziger Mensch mit ein paar wenigen Tieren. Es beginnt ein Überlebenskampf auf engstem Raum, es geht um Mut, Schicksal, Vertrauen und Stärke. Und irgendwann wird klar: Der Erzähler dieser Geschichte ist nicht ganz ehrlich ...

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