Britischer Zeitungsmarkt:Fallende Blätter

Lesezeit: 2 min

Farewell: Der Londoner "Evening Standard". (Foto: Vuk Valcic/IMAGO/ZUMA Press Wire)

Der "Evening Standard" stellt seine Print-Ausgabe ein. Nach mehr als 300 Jahren hat London keine eigene Tageszeitung mehr. Eine wichtige Rolle spielt ein russischer Unternehmer.

Von Alexander Menden

Abends beim Verlassen der Londoner West-End-Theater am Eingang der U-Bahn-Station von einem lauten Cockney eine druckfrische Zeitung in die Hand gedrückt zu bekommen, war immer ein essenzieller Teil des Londoner Nachtlebens. Abendzeitungen waren der Inbegriff der Großstadtexistenz. Keine Zeitung stand in der britischen Hauptstadt mehr für dieses Lebensgefühl als der Evening Standard, der noch in den Siebzigerjahren täglich bis zu sechs separate Ausgaben publizierte und damit dem 24/7-Nachrichtenzyklus so nahekam, wie das mit analogen Mitteln nur möglich war.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusPressefreiheit, ARD und ZDF
:Pressefreiheit ohne Presse?

Der freie Diskurs ist in Gefahr: Burda-Vorstand Philipp Welte zur Frage, warum die deutschen Verlegerinnen und Verleger sich nun gegen die gebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen wehren.

Gastbeitrag von Philipp Welte

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: