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Eurovision Song Contest:Neues ESC-Konzept: Back to the Raab

Stefan Raab

Der Moderator Stefan Raab auf einer der Verleihung eines Fernsehpreises in München.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im künftigen Castingverfahren für den Eurovision Song Contest setzt die ARD auf einen alten Bekannten.

Stefan Raab kehrt zurück zum Eurovision Song Contest (ESC). Zwar wird er nicht persönlich in Erscheinung treten, wenn die ARD demnächst in einem aufwendigen Castingverfahren den Kandidaten für das ESC-Finale am 13. Mai in Kiew ermittelt, aber im Abspann der entsprechenden Sendung wird sein Name trotzdem stehen. Schließlich hat die Produktionsfirma Raab TV den Zuschlag bekommen für die Ausrichtung des nächsten Vorentscheids.

Der orientiert sich deutlich an der Show Unser Star für Oslo, bei der 2010 Lena gekürt wurde. "Wir haben uns entschieden, back to the roots zu gehen", sagt Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber, der auch als "Lena-Maker" vorgestellt wird. Dementsprechend werden nun fast alle Uhren zurück auf 2010 gestellt - mit dem Unterschied, dass nicht mehr Raab und andere Prominente in der Jury sitzen, sondern Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen.

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Bekannt wurde das am Mittwoch in Berlin, wo sich die Intendanten der ARD auch auf einen neuen Finanzausgleich innerhalb des Senderverbundes einigten. Der musste neu verhandelt werden, weil vor allem der WDR über einen zu hohen Beitrag gestöhnt hatte. Er wollte nicht länger 44,5 Prozent der Finanzausgleichsmasse, die vor allem den kleinen Sendern wie Radio Bremen und dem Saarländischen Rundfunk zugute kommt, beisteuern. Nun ist die WDR-Quote auf 32,7 Prozent gesunken. WDR-Intendant Tom Buhrow darf das als kleinen Erfolg feiern.

Diskutiert wurde bei den Intendanten auch die CSU-Forderung, langfristig ARD und ZDF zusammenzulegen. Dem erteilte die ARD-Vorsitzende Karola Wille eine klare Absage, sagte aber zu, noch enger mit dem ZDF zusammenarbeiten zu wollen: "Kooperation und Reformen, das ist der richtige Weg." Zu den Reformen zählt auch, dass man sich langfristig Gedanken über die "Berliner Runde" machen will, die nach Wahlen die Ergebnisse diskutiert. Dass dort nur antreten darf, wer im Bundestag vertreten ist, war vielen nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern sauer aufgestoßen. ARD-Programmdirektor Volker Herres würde das überkommene Konzept gern ändern, sieht aber Abstimmungsbedarf mit dem ZDF. "Wenn wir es ändern, ändern wir es gemeinsam."