Eurovision Song ContestARD will Vorentscheid ohne Raab ausrichten

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Stefan Raab bei einem Empfang am Rande des Eurovision Song Contest (ESC) 2025.
Stefan Raab bei einem Empfang am Rande des Eurovision Song Contest (ESC) 2025. (Foto: Jens Büttner/picture alliance/dpa)

Beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest soll es 2026 statt mehrerer Runden nur eine Show geben. Mit Entertainer Raab will ARD dabei nicht kooperieren.

Die ARD will den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) im nächsten Jahr ohne den Entertainer Stefan Raab und dessen Sender RTL ausrichten. Der zuständige Südwestrundfunk (SWR) bestätigte entsprechende Berichte des Fanblogs ESC kompakt und des Branchendienstes dwdl.de. Nach aktuellem Stand sei keine Kooperation mit Stefan Raab geplant, teilte der SWR auf Nachfrage mit.

„Mit welchen Partnern eine deutsche Vorauswahl für die ARD umgesetzt wird, steht noch nicht fest“, so der Sender. „ARD und RTL waren dazu im Gespräch und haben sich gemeinsam entschieden, für den ESC-Vorentscheid 2026 nicht zu kooperieren.“ Der SWR ist 2026 erstmals für das Musikspektakel zuständig, zuvor hatte der Norddeutsche Rundfunk das Format jahrzehntelang betreut. Der Vorentscheid soll Ende Februar im Ersten ausgestrahlt werden. Der nächste ESC findet im Mai 2026 in Wien statt.

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Dem Bericht des Fanblogs zufolge soll es im kommenden Jahr statt des zuletzt mit Raab als Chefjuror gewählten Formats mit mehreren Shows nur einen Vorentscheid im Ersten geben. Der Fanblog zitierte nach eigenen Angaben aus einem Schreiben des Branchenverbandes Gema an seine Mitglieder. Demnach soll es sich bei der deutschen Vorentscheidung 2026 nicht mehr um eine Castingshow mit mehreren Runden handeln.

TV-Entertainer Raab gilt als einer der wichtigsten Akteure der deutschen ESC-Geschichte. Der 58-Jährige hat sich mit den Jahren ein Erfolgsimage erarbeitet. Unter anderem komponierte er den Titel „Guildo hat euch lieb“, mit dem Guildo Horn 1998 beim Grand Prix Eurovision de la Chanson antrat, wie der Wettbewerb damals noch hieß, und den siebten Platz machte. Zwei Jahre später holte Raab mit „Wadde hadde dudde da?“ selbst den fünften Platz. Im Jahr 2010 gelang ihm schließlich das Meisterstück: Raab organisierte den Vorentscheid und kürte Sängerin Lena Meyer-Landrut, die Deutschlands ersten ESC-Sieg seit 1982 holte - zugleich den letzten bis heute.

2015 zog sich Raab dann weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Erst im September 2024 kehrte er zurück vor die Kamera. 2025 wurde er wieder in den deutschen ESC-Auswahlprozess integriert, um Deutschlands Erfolgschancen zu verbessern. Aus dem von Raab geleiteten Vorentscheid ging schließlich das Geschwisterduo Abor & Tynna als Sieger hervor. Obwohl Raab den Sieg als Ziel ausgegeben hatte, erreichten die Geschwister nur den 15. Platz.

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