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"Ernährungs-Check" in der ARD:Fastfood hat ausreichend Vitamine

2500 Kalorien sind auf jedem Teller - in ganz unterschiedlichen Mengen: Zwei Kilo Lebensmittel darf die Mittelmeergruppe verspeisen, 1,3 Kilo die Hausmannskost-Esser und nur ein Kilo die Fast-Food-Kandidaten. So herrscht am Tisch der Mittelmeergruppe beste Stimmung, in der Fast-Food-Gruppe dagegen, wo ein Burger auf dem Teller liegt, ist die Laune gedämpft.

Mälzer

Liegt die Formel für Wohlbefinden und einen gesunden Körper also vor allem in der richtigen Diät und den in Lifestyle-Magazinen vermittelten Ernährungsweisheiten? Daran gibt es große Zweifel.

(Foto: NDR/Ali Saalehi)

Nach vier Wochen Durchhalten dann der große Blutwerte-Check und die Überraschung: Keiner der Parameter, die für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, ist auch nur annähernd auffällig. LDL- und HDL-Cholesterin, Homocystein, Lebwerwerte, Blutzuckerspiegel und die Nierenfunktion haben sich in allen drei Gruppen kaum verändert. Bei der Fastfood-Gruppe sind die Werte sogar besser geworden. Auch Vitamine gibt es mit der vermeintlich ungesunden Diät genügend. Nur beim Vitamin C, da erreicht die schnelle Kost nicht die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als Tagesbedarf angegeben Werte. Das, so Nawroth, lässt sich aber ganz unkompliziert mit einem Glas Orangensaft ausgleichen.

Es muss nicht Vollkorn und auch nicht frisch gepresst sein

Der Freifahrtschein, alles in sich hineinzustopfen? Nicht ganz, wie Tim Mälzer deutlich betont. Zwischen industriellen Produkten und den selbst hergestellten Mahlzeiten besteht dann doch ein Unterschied. Jeden Tag Fastfood sollte man also lieber doch vermeiden.

"Ich habe bei den Dreharbeiten einmal mehr gelernt - und das beweist auch unsere Studie -, dass bei der Ernährung andere Faktoren wichtiger sind als die reine Zusammensetzung der Nährstoffe", sagt Tim Mälzer. "Jede gern gegessene, also wirklich genossene Mahlzeit ist wichtiger und besser als jede nicht genossene, die man nur zu sich nimmt, weil sie nach irgendwelchen Regeln oder Gesundheitskriterien angeblich gut für einen selbst sein soll."

Und weil er gerade schon dabei ist, räumt Mälzer durch Selbsttests und medizinische Untersuchungen gleich noch mit anderen Ernährungsweisheiten auf: Dass Weißbrot schlechter sei als Vollkorn, dass in frisch gepresstem Orangensaft mehr Vitamin C vorhanden sei als in abgepacktem, oder dass fettarme Produkte beim Abnehmen helfen.

Der Ernährungs-Check in der Das Erste Mediathek.

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