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Ermittlungsverfahren:Vorwurf gegen Kai Diekmann

Kai Diekmann

Kai Diekmann sieht sich den Vorwürfen einer Mitarbeiterin des Springer-Verlages ausgesetzt.

(Foto: dpa)

Eine Mitarbeiterin des Springer-Verlages behauptet, der scheidende "Bild"-Herausgeber habe sie belästigt. Diekmann bestreitet das.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den scheidenden Bild-Herausgeber Kai Diekmann. Bei einer Tagung im Sommer soll er eine Mitarbeiterin belästigt haben, heißt es in einem Bericht des Spiegel, den der Axel-Springer-Konzern bestätigt hat.

Eine Sprecherin sagte, der Konzern habe nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Sommer zunächst externe Gutachter beauftragt, den Fall zu prüfen. Die seien zwar zu dem Schluss gekommen, dass kein strafbares Verhalten vorliege. Man habe sich dennoch entschieden, die Sache zur Klärung an die Behörde abzugeben, sagte die Sprecherin. Die Mitarbeiterin habe danach ihrerseits Anzeige erstattet.

Diekmann wies den Vorwurf zurück. Sein Anwalt Otmar Kury teilte mit: "Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos." Man vertraue auf die Arbeit der Behörde. Einen Zusammenhang mit Diekmanns Ankündigung, den Verlag Ende Januar zu verlassen, gebe es nicht, sagte die Sprecherin, die Entscheidung sei bereits 2015 gefallen. Wie man hört, soll der Vorgang den Abschied aber beschleunigt haben.

© SZ vom 07.01.2017 /olkl

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