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Erfundener "Wetten-dass..?"-Bericht:Keine Stellungnahme zur Geisterkritik

Damit verstößt die Zeitung gegen den sogenannten "Ehrenkodex für die österreichische Presse". Dort heißt es unter anderem: "Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in Recherche und Wiedergabe von Nachrichten und Kommentaren sind oberste Verpflichtung von Journalisten."

Unfall bei "Wetten, dass..?"

Schrecken am Samstagabend

Damit scheint es hier nicht weit her zu sein. So wusste der Verfasser des auf Seite 36 abgedruckten Textes: "Robbie trat in der Show zweimal auf, einmal solo und dann mit Band." Weiter erklärte er, "Oscar-Star Christoph Waltz" habe gemeinsam mit Cameron Diaz auf der Couch Platz genommen, "um dort mit Teenie-Idol Justin Bieber und der ewig jungen Cher zu plaudern". Diese Nachricht war den Redakteuren sogar eine Vorschau auf der Titelseite wert: "So rockte Robbie Gottschalk" heißt es da und: "Er machte TV-Auftritt zur Show." Zu derartigen Begegnungen kam es - wie gesagt - nicht.

Auf der dazugehörigen Onlineseite www.oe24.at findet sich mittlerweile eine ausführliche Berichterstattung inklusive eines Livetickers zum Unfall - eine Richtigstellung des eigenen Printartikels allerdings gibt es nicht. Stattdessen beginnt die Seite mit einer völlig anderen Stellungnahme "Im Namen der Republik!" Danach heißt es, der Verlag dürfe nicht mehr behaupten, die Tageszeitung Österreich sei "wenn auch bloß sinngemäß, als die neue Nr. 1 der österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)" anzusehen.

Die Redaktion selbst wollte zu der Geisterkritik zunächst keine Stellung nehmen. Doch mittlerweile äußerte sich der Herausgeber Wolfgang Fellner: "Es ist unglücklich geschrieben", sagte er sueddeutsche.de, man werde aber in Zukunft bei Berichten über Wetten, dass ..? besser aufpassen. Immerhin.

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