Wie der Schreibtisch von Tanja May aussieht, der stellvertretenden Chefredakteurin und Unterhaltungschefin von Bild, ist kein Geheimnis. An diesem Dienstag zum Beispiel veröffentlichte Bild.de ein Video, in dem May an ihrem Arbeitsplatz dem eigenen Blatt ein Interview gibt zum mutmaßlichen Gesundheitszustand von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit und der in Klatsch-Fachkreisen sicher enorm drängenden Beobachtung: „Darum hat sich ihr Gesicht so verändert“. Man sieht: ein mit Papierstapeln vollgepackter höhenverstellbarer Schreibtisch, Pappaufsteller von George Clooney, Queen Elizabeth, Helene Fischer, Fotos an der Wand von May zusammen mit einem Mann, der vielleicht Kevin Costner sein könnte oder auch Dieter Bohlen. Die werthaltige Expertise, die May abdeckt für Bild, brachte sie 2021 von der Bunten mit – beim Arbeitgeberwechsel enthüllte sie quasi als Antritts-Scoop Helene Fischers erste Schwangerschaft, die diese „gerne noch ein bisschen privat für uns“ gehabt hätte. Gegen den Abdruck von Babyfotos bei Bild wehrte sich die Sängerin später erfolgreich vor Gericht. Auf ihrem Instagram-Account zeigt sich May mit strahlenden Prominenten und gibt auch mal Philosophisches preis, etwa: „Manche Dinge lösen sich, wenn man ihnen Zeit gibt.“ Oder: „Scheiße fliegt im Kreis.“
Lilly Becker gegen „Bild“Volle Kontrolle
Lesezeit: 3 Min.

„Bild“-Unterhaltungschefin Tanja May interviewt 2023 die spätere Dschungelkönigin Lilly Becker in London. Daraus wird drei Jahre später ein Rechtsstreit, bei dem ein bemerkenswerter Vertrag zutage kommt.
Von Claudia Tieschky
