Twitter:Elon Musk im Verschwörerland

Twitter: In den Kaninchenbau: Diese Zeichnung eines unbekannten Künstlers illustriert eine Szene aus "Alice im Wunderland". Das weiße Kaninchen ist aber auch Teil eines QAnon-Codes.

In den Kaninchenbau: Diese Zeichnung eines unbekannten Künstlers illustriert eine Szene aus "Alice im Wunderland". Das weiße Kaninchen ist aber auch Teil eines QAnon-Codes.

(Foto: IMAGO/Heritage Images; Bearbeitung: SZ)

Folgt dem Kaninchen? Mit einem einzigen Tweet erweckt der Twitter-Boss die QAnon-Bewegung der radikalen Rechten zu neuem Leben.

Von Andrian Kreye

Für alle, die wissen wollen, was für ein mächtiges Kommunikationsinstrument der Kurznachrichtendienst Twitter trotz all dem Ärger immer noch ist, hat der neue Chef Elon Musk gerade ein perfektes Lehrbeispiel geliefert. Denn die Zahlen sind nach wie vor gewaltig. Nicht einmal ein halbes Prozent der Twitter-Nutzer hat die Plattform bisher verlassen. Es mag zwar sein, dass die Promis gerade in Scharen flüchten, wenn man sich allerdings die Listen so ansieht, wer da gerade mit viel Wind das Twitter-Konto löscht, sind es zumeist Stars, die ihre großen Zeiten schon länger hinter sich haben, Whoopi Goldberg und Jim Carrey zum Beispiel, Elton John und Liz Phair. Die verkörpern auch jene Eliten-Linke, die Elon Musk so gerne zur Weißglut treibt. Am Dienstag erst wieder mit einem Tweet, der lediglich aus dem Wort "Follow" und einem Kaninchen-Emoji bestand. Das aber ist ein Code der QAnon-Bewegung.

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