Konrad Adenauer erinnerte sich später, wie seine kleine Wagenkolonne durch kleine Dörfer und Städtchen in Frankreich fuhr. Die Dörfer sind hier so hübsch wie die Namen, zum Beispiel Colombey-les-Deux-Églises im Département Haute-Marne. Der Bundeskanzler war an diesem 14. September 1958 auf dem Weg dorthin zu einer Begegnung, die man im Nachhinein aus guten Gründen historisch, wenn nicht gar schicksalhaft nennen durfte. Erstmals würde er Charles de Gaulle treffen, der damals noch nicht Präsident, sondern Ministerpräsident Frankreichs war, in einer massiven Krise der vierten Republik zurückgekehrt aus dem ungeliebten Leben als Privatier, aus „der Wüste“, wie er es nannte. Natürlich waren die von Gendarmen auf Motorrädern eskortierten schwarzen Mercedesse aus Deutschland höchst auffällig, viele Franzosen entlang der Route erkannten Adenauer. Er sagte später: „Auf der Hinfahrt war der Empfang durch die Bevölkerung überall außerordentlich herzlich.“
FernsehenEin Tag, der Geschichte machte
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Titanen der Zeitgeschichte darzustellen, ist ein schwieriges Unterfangen. Der Film „An einem Tag im September“ über das Treffen zwischen Adenauer und de Gaulle 1958 lohnt sich trotzdem.
Von Joachim Käppner

Zeitgeschichte:„Adenauer war ein Glücksfall für die ‚führerlosen‘ Deutschen“
Nachdem die Bundesrepublik im Westen verankert war, machte sich Adenauer 1955 zu seinem historischen Besuch in Moskau auf: Der Historiker Norbert Frei darüber, ob die Reise wirklich so ein diplomatisches Meisterstück war und wieso es eine weitere Adenauer-Biografie braucht.
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