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Dresden:Kritik nach Polizeieinsatz gegen ZDF-Team

Am Donnerstag wurde ein Kamerateam, das im Auftrag des ZDF unterwegs war, bei Demonstrationen von AfD und Pegida von der Polizei festgehalten. Nun melden sich Verbände zu Wort.

Journalistenverbände haben das Vorgehen der sächsischen Polizei gegen Reporter in der vergangenen Woche in Dresden kritisiert. Der Deutsche Journalistenverband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (DJU) sprachen am Montag von einem schwerwiegenden Eingriff in die Pressefreiheit. Die Polizei habe sich "von pöbelnden Wutbürgern vor den Karren spannen lassen, anstatt die Reporter vor den Angreifern zu schützen", sagte DJU-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß. Die Linke im sächsischen Landtag forderte Aufklärung durch eine unabhängige Expertenkommission. Am vergangenen Donnerstag hatten in Dresden Anhänger der AfD und von Pegida demonstriert. Ein Kamerateam des ZDF wurde etwa eine Dreiviertelstunde lang von der Polizei festgehalten. Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar erklärte am Montag, die Polizei distanziere sich "in aller Deutlichkeit von dem erhobenen Vorwurf". Aufgrund von Strafanzeigen hätten die Beamten keinerlei Ermessensspielraum gehabt.

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