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Deutschlandradio:Zurück zum Kabel

Das Deutschlandradio wird im Verlauf des Januars mit seinen Programmen in die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg zurückkehren. Darauf haben sich der öffentlich-rechtliche Sender und der Netzbetreiber Vodafone geeinigt. Im Streit um die sogenannten Einspeiseentgelte hatte Unity Media, das inzwischen zu Vodafone gehört, Anfang des Jahres die Verbreitung von Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur sowie Deutschlandfunk Nova in den drei Bundesländern eingestellt. Zwar sind Kabelnetzbetreiber verpflichtet, öffentlich-rechtliche Programme zu verbreiten - aber nicht unentgeltlich.

Nun haben sich Deutschlandradio und Vodafone auf neue Konditionen verständigt, zu Details äußern sich beide Seiten nicht. Damit ist auch ein mehrjähriger Rechtsstreit gütlich beigelegt. In den Bundesländern, in denen Deutschlandradio und Vodafone schon länger kooperieren, hat es nie Streit um die Einspeiseentgelte gegeben, dort sind die Hörfunksender seit jeher Bestandteil des Programmangebots von Vodafone.

Eine Einspeisung in das analoge Kabelnetz wird allerdings nicht mehr erfolgen. Die Vereinbarung gilt nur für digitale Standards. Sie umfasst auch den neuen Sonderkanal Dokumente & Debatten. Überdies haben Vodafone-Kunden über die Plattformen GigaTV und Horizon Zugriff auf die Deutschlandfunk-Audiothek. Betroffen von dem Streit waren vergleichsweise wenige Hörer: Lediglich für etwas mehr als zwei Prozent des Radiopublikums ist das Kabel die bevorzugte Empfangsart.