MeinungÖffentlich-rechtlicher RundfunkDer Deutschlandfunk schafft sich ab

Von Claudius Seidl

Lesezeit: 4 Min.

Baustelle rund um das Deutschlandradio-Funkhaus in Köln.
Baustelle rund um das Deutschlandradio-Funkhaus in Köln. IMAGO/Guido Schiefer/epd

Keine Wirtschafts-, keine Wissenschafts-, keine Kultursendung mehr: Der Deutschlandfunk will magazinhafter werden. Offenbar merkt dort keiner, wie unzeitgemäß dieses Konzept ist.

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Es gibt ein paar gute Gründe, auf den Deutschlandfunk immer mal wieder zu schimpfen, dann das Radio auszuschalten und statt der Informationssendung am Morgen lieber einen Podcast zu hören – und am schlimmsten sind die Tage, da man gepackt wird von dem Verdacht, ein verirrter Zeitreisender habe die Nachrichten geschrieben: Weil mal wieder das Unglück, von dem gerade berichtet wird, angeblich das „schwerste der vergangenen Jahre“ war, obwohl es sich doch erst gestern, in diesem Jahr also, ereignet hat. Und dann spricht nachmittags eine Moderatorin vom „ehemaligen römischen Kaiser Tiberius“, obwohl doch Tiberius’ Herrschaft erst mit dessen Tod zu Ende ging, er also niemals ein ehemaliger Kaiser war.

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