Nach Antisemitismus-Vorwürfen:Vorwürfe gegen Deutsche Welle mehren sich

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Kritik an der DW gab es auch wegen einer Kooperation mit dem jordanischen Roya TV. (Foto: Thomas Trutschel/photothek/imago images)

Der Auslandssender will entschlossen aufklären - aber noch bevor die externen Prüfer loslegen, werden neue Vorwürfe laut. Der Sender distanziert sich, beendet eine Partnerschaft. Doch in der Redaktion brodelt es seit Langem.

Von Moritz Baumstieger und Anna Ernst

Kaum waren die beiden Aufklärer am Freitag benannt, hatte sich ihr Aufgabenfeld auch schon potenziell erweitert. Nachdem die Süddeutsche Zeitung am Mittwoch über antisemitische Äußerungen mehrerer Mitarbeiter der Deutschen Welle (DW) berichtet hatte, gab man sich beim deutschen Auslandssender Mühe, in Sachen Aufklärung entschlossen zu wirken: Die betreffenden Mitarbeiter seien freigestellt, schrieb die Anstalt in einer Pressemitteilung, zumindest bis zum Abschluss einer externen Überprüfung der Vorwürfe. Die soll die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und der Berliner Psychologe Ahmad Mansour leiten - er danke "den beiden für ihre Bereitschaft, zu einer schnellen Aufklärung in dieser für die DW schwierigen Situation beizutragen", ließ sich Intendant Peter Limbourg zitieren.

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