Der Spiegel Faktenchecker verlässt das Blatt

Ein Dokumentar habe ein Vorruhestandsangebot angenommen, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Er habe eng mit Claas Relotius zusammengearbeitet, der wegen gefälschter Geschichten entlassen wurde.

Der Spiegel hat nach Informationen des Hamburger Abendblatts "wohl im Zusammenhang mit dem Fall" um gefälschte Reportagen von Claas Relotius einem Dokumentar ein Vorruhestandsangebot unterbreitet. Der Mitarbeiter, der als Faktenprüfer für das Gesellschaftsressort gearbeitet haben soll, zu dem Relotius gehörte, habe angenommen. Der Spiegel wollte sich auf SZ-Anfrage nicht äußern, sondern verwies auf die Untersuchungskommission zum Fall Relotius, die wohl "mindestens ein halbes Jahr lang tätig sein" werde. Die Erkenntnisse würden öffentlich dokumentiert. Der Faktencheck folge beim Spiegel hohen Standards, hieß es weiter: "Umso schwerer wiegt die Tatsache, dass im Fall Relotius diese Systeme an mehreren Stellen nicht gegriffen haben."