bedeckt München 21°
vgwortpixel

Fox News in der Corona-Krise:Eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit

Donald Trump im Gespräch mit Moderator Bill Hemmer.

(Foto: AFP)

Der Sender Fox News spielt das Coronavirus herunter und folgt dem irrlichternden Kurs von US-Präsident Trump. Das könnte Leben kosten.

Kaum jemand glaubt, dass das Coronavirus in den USA bis in zwei Wochen eingedämmt ist. Vielleicht glaubt es nicht einmal Donald Trump selbst. Das hinderte ihn nicht daran, diese Woche zu verkünden, dass er das Land schon am Ostersonntag wieder öffnen wolle. Er tat das - natürlich - bei Fox News, es war bereits sein 75. Interview mit dem TV-Sender. "Ich will an Ostern vollgepackte Kirchen im ganzen Land sehen", sagte Trump. Für Journalisten eine Gelegenheit, Zweifel anzumelden: Wie soll das gehen, wenn sich zunehmend abzeichnet, dass die USA das neue Zentrum des Corona-Ausbruchs werden könnten? Doch kritische Fragen an den Präsidenten gibt es bei Fox News nicht, auch nicht, wenn der ein Osterwunder verspricht. "Oh wow", stammelte die eine Moderatorin. Ihr Kollege sagte: "Das wäre eine großartige amerikanische Auferstehung."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Psychologie in der Corona-Krise
"Nicht alle leiden gleich"
Teaser image
Psychologie
"Wie wir leben, beeinflusst unser Sterben"
Teaser image
Alain de Botton im Interview
"Das Beruhigende ist: Wir wissen, wie man stirbt"
Teaser image
Verschwörungstheorien
"Na dann klär mich mal auf"
Teaser image
Corona und Anleger
Eitel Sonnenschein an der Börse
Zur SZ-Startseite