bedeckt München 18°
vgwortpixel

ARD-Krimi:Corinna Harfouch wird "Tatort"-Kommissarin

Schauspielerin Corinna Harfouch

Corinna Harfouch ermittelt von 2022 an im Berliner Tatort.

(Foto: Arno Burgi/dpa)

Von 2022 an soll die Schauspielerin mit Mark Waschke zusammen das Berliner Ermittler-Duo bilden. Meret Becker steigt aus.

Die Schauspielerin Corinna Harfouch, 65, wird Tatort-Kommissarin des RBB. Von 2022 an soll sie in den Berliner Fällen die neue Partnerin von Kriminalhauptkommissar Robert Karow (Mark Waschke) spielen. Dann steigt Meret Becker, 51, aus der Reihe aus, wie vor einigen Monaten von ihr angekündigt. Becker wird noch in vier Fällen zu sehen sein, darunter am 15. März in der Folge "Das perfekte Verbrechen". Sie hatte 2015 gemeinsam mit Waschke ein neues Duo aus der Hauptstadt gebildet. Die von Harfouch gespielte Figur wird erst noch entwickelt. Es wird sich jedoch wohl eher um eine Polizistin handeln, die am Ende ihrer Karriere steht. Das hat es im Tatort so bislang nicht gegeben bei einer Hauptfigur, die neu einsteigt.

Patricia Schlesinger, die Intendantin des RBB, sagt über Harfouch: "Sie beherrscht wie keine andere Schauspielerin ein Stilmittel, das in Deutschland im Film selten Anwendung findet: Understatement. Damit hat sie die besten Voraussetzungen, in Berlin eine Kommissarin zu sein." Tatsächlich hat Corinna Harfouch ein Gespür für die stilleren Rollen und lässt ihre Figuren vieles sagen, ohne deshalb immer gleich zu reden.

Zuletzt war sie in Lara von Jan-Ole Gerster zu sehen, sie hat in Der Untergang mitgespielt, in Vera Brühne und Sexy Sadie, hat mit Caroline Link, Andreas Dresen sowie Hermine Huntgeburth gedreht. Im Deutschen Theater Berlin ist sie aktuell in drei Inszenierungen zu sehen. Lange Jahre gehörte sie zu Frank Castorfs Ensemble an der Berliner Volksbühne. Harfouch, deren Karriere in der ehemaligen DDR begonnen hat, wurde mit beinahe allen wichtigen deutschen Theater- und Filmpreisen ausgezeichnet.

© SZ vom 20.02.2020/sfi/cag
Kino Das Elend eines nicht gelebten Lebens

Jan-Ole Gersters "Lara" im Kino

Das Elend eines nicht gelebten Lebens

Corinna Harfouch als eine Frau, die zu früh aufgab: Jan-Ole Gersters zweiter Film "Lara" zeigt, was passiert, wenn man um seine Träume nicht kämpft.   Von Anke Sterneborg

Zur SZ-Startseite