Der Verlag Condé Nast hat seine Sparpläne verschärft und angekündigt, 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen. "Die Pandemie hat Condé Nast Germany sehr einschneidend getroffen", sagte ein Unternehmenssprecher laut Mitteilung. Der Anzeigenmarkt erlebe gerade im Luxus- und Lifestylebereich einen starken Einbruch. Bis Ende des Jahres rechne man mit einem deutlich zweistelligen prozentualen Rückgang der Umsätze.
Zudem kündigt Condé Nast an, dass die gedruckten Magazine seltener erscheinen sollen. Die Vogue soll kommendes Jahr nur noch acht Mal am Kiosk liegen, GQ viermal und Glamour sechs Mal. Ursprünglich waren zehn Ausgaben für 2021 geplant, was ohnehin schon eine Reduzierung bedeutete. Einzig die Architekturzeitschrift AD soll unverändert mit zehn Ausgaben im Jahr erscheinen.
Condé Nast machte in Deutschland bereits vor der Corona-Pandemie hohe Verluste und hatte im Oktober vergangenen Jahres 15 Mitarbeitern aus Redaktion und Verwaltung gekündigt. Etwa 300 Mitarbeiter hatte das Haus damals, der Stellenabbau kam vor dem Hintergrund, dass die 2019 angetretene Geschäftsführerin Jessica Peppel-Schulz eine Neustrukturierung ankündigte und die Print- und Digitalredaktionen zusammengelegt wurden.