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Claus Kleber über Fernsehjournalismus:Was tun, wenn's brennt?

Claus Kleber

Claus Kleber ist einer der erfahrensten TV-Journalisten Deutschlands.

(Foto: dpa)

"Tatort" statt Putsch in der Türkei: Waren ARD und ZDF zu langsam? Oder ist es wichtiger, erst einen Überblick zu gewinnen? Claus Kleber über seriöse Nachrichten in erschütternden Zeiten.

Sämtliche Monitore im ARD-Studio Washington zeigten die brennenden Türme in New York. Gerade hatten wir live erlebt, wie ein zweites Flugzeug im zweiten Tower des World Trade Centers verschwand und Turm und Jet in einer gewaltigen Explosion verschmolzen. Unsere Adrenalinspiegel waren seit vierzig Minuten, seit den ersten Livebildern von den Anschlägen, auf Maximum. Zwischen kleinen Kindern in einer Grundschule in Florida beugte sich der Stabschef des Weißen Hauses hinunter zu seinem Präsidenten und flüsterte: "Mr. President, America is under attack!" Krieg brach aus, es war die Hölle los - und aus der Leitung, die den Sendeton der ARD zurück über den Atlantik funkte, berichtete eine seelenruhige Sprecherstimme, dass eine Elefantenkuh ihr Junges hinter einem Busch verstecke. Es war unfassbar.

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