Gehaltsdebatte bei den Öffentlich-Rechtlichen:Lindner, der Zauberlehrling

Lesezeit: 4 min

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP)

Mehr verdienen als der Kanzler? Müssen Intendanten der Öffentlich-Rechtlichen nach Christian Lindners Ansicht nicht.

(Foto: Christophe Gateau/picture alliance/dpa)

Ein Topfuzzi vom Fernsehen soll nicht mehr verdienen als ein Chefpolitiker, der mit Putin telefonieren muss? Diese Debatte aus der FDP ist zu schön, um sie jetzt schon wieder zu beenden.

Von Nils Minkmar

Der Vorsitzende der FDP hat in seinem habituellen Bestreben, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kritisieren, schwungvoll eine Polemik eröffnet, deren Kern, wenn es in diesem Land eine ernst zu nehmende linke Bewegung gäbe, das Potenzial zu einer größeren Debatte hat. Lindner hatte ja angeregt, das Gehalt der Intendantinnen und Intendanten an das des Bundeskanzlers zu koppeln und entsprechend zu begrenzen: ARD, ZDF, Deutschlandfunk, Phoenix und der ganze regionale Rest - alle Chefs verdienten dann höchstens so viel wie Olaf Scholz.

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