Chelsea Clinton als TV-Journalistin Vornehm, aber langweilig

Mit einer Reportage über Kinderarmut im US-Bundesstaat Arkansas ist Chelsea Clinton zum ersten Mal als Fernsehjournalistin aufgetreten. Das Debüt der Präsidententochter im US-Sender NBC sorgt jedoch für zwiespältige Reaktionen.

Mit einer Reportage über eine gemeinnützige Organisation für arme Kinder im US-Bundesstaat Arkansas hat Chelsea Clinton ihr Debüt als Fernsehjournalistin gegeben.

Chelsea Clinton nach ihrem Debüt in der Sendung "Rock Center with Brian Williams".

(Foto: AP)

Der Beitrag der 31-Jährigen wurde am Montag (Ortszeit) vom US-Sender NBC ausgestrahlt. "Ich bin wirklich dankbar, hier bei Ihnen zu sein", sagte die Tochter von Ex-Präsident Bill Clinton und Außenministerin Hillary Clinton im Anschluss an die Reportage während einer Schalte in das TV-Studio. Sie habe ihr Leben bisher "ganz bewusst" von der Öffentlichkeit abgeschirmt, sagte Clinton. Ihre kürzlich verstorbene Großmutter habe sie aber "beschwatzt", mehr in die Öffentlichkeit zu treten. "Ich hoffe, ich mache sie stolz", ergänzte sie.

In den amerikanischen Medien stieß Clintons Auftritt auf Kritik. Hank Stuever attestierte ihr in der Washington Post "überhaupt kein Charisma". "Entweder sind wir durch die schier unbegrenzte Fülle an großartigen Persönlichkeiten verwöhnt oder diese Frau ist eine der langweiligsten Personen ihrer Zeit", so Stuever weiter.

In dem etwa zweiminütigen Beitrag bereitet Clinton Kindern im Topps Center in Jefferson County mexikanisches Maisbrot zu und interviewt die Gründerin Annette Dove. Diese erzählte dem britischen Telegraph, die 31-Jährige habe einen "herausragenden" Job gemacht.

Auch Verne Gay, der für Newsday schreibt, sieht Clintons Leistung differenzierter und würde sie als Journalistin noch nicht abschreiben. Ihre Stimme sei "anziehend und vornehm" gewesen, jedoch einfarbig. "Hoffentlich wird sie beizeiten lernen, was es heißt, ein guter Reporter zu sein", hofft Gay.

Clintons Entscheidung, journalistisch zu arbeiten, hatte zuletzt für Spekulationen gesorgt, ob sie ihren Eltern nach dieser Karriere in die Politik folgen will.

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