Für die Sendung von Caren Miosga am Sonntagabend könnte man den, zugegeben, nicht gerade naheliegende Vergleich ziehen mit dem Roman Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil. So findet man bei Musil auf den ersten Seiten einen meteorologischen Bericht. „Über dem Atlantik befand sich ein barometrisches Minimum“, heißt es dort. Und weiter: „Es wanderte ostwärts, einem über Russland lagernden Maximum zu.“ Hoch- und Tiefdruckgebiete beschreiben bei Musil eine fundamentale Veränderung der politischen Großwetterlage, sie nehmen die ganze Romanhandlung vorweg. In der politischen Realität der Gegenwart ist Musils Großwetterbericht die Münchner Sicherheitskonferenz vom vergangenen Wochenende. Schließlich hat sich seither in Europa etwas Grundlegendes verschoben, darin waren sich im Ersten alle einig.
„Caren Miosga“„Die Stunde Europas hat geschlagen“
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Nach einem ereignisreichen Wochenende in Sachen Ukraine diskutierte Caren Miosga unter anderem mit dem Militärexperten Carlo Masala (li.) und Oleksij Makejew, Botschafter der Ukraine in Deutschland.
IMAGO/Uwe Koch/HMB-MediaBei Caren Miosga herrscht am Sonntagabend seltenes Einvernehmen unter den Gästen: Seit vergangenem Wochenende habe sich in Europa etwas Grundlegendes verschoben.
Von Timo Posselt
