Das hässlichste und hoffnungsvollste Beispiel zum Hass im Netz war zuletzt die Geschichte von der gewonnenen Ehre der Renate Künast. Es war bestürzend, wie skrupellos die Grünenpolitikerin mithilfe eines entstellten Zitats aus den 80er-Jahren zum Müllabladeplatz für gröbste Beleidigungen gemacht wurde. Und wie rechtsblind die Justiz anfangs in einem skandalösen Blackout den Hass unter den Schutz der Meinungsfreiheit stellen wollte. Aber der Fall hatte auch eine optimistisch stimmende Seite. Renate Künast, die um ihre Vorbildrolle weiß, ließ sich nicht klein machen und trug am Ende einen grandiosen Sieg vor dem Bundesverfassungsgericht davon.
Hass im Netz:Habt euch nicht so
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Das Thema Sexismus ist in der Juristenwelt zwar angekommen, aber es passiert nicht genug. Hier: Demonstrantinnen in Berlin Kreuzberg.
(Foto: Annette Riedl/picture alliance/dpa)Wenn Frauen im Netz übel beleidigt werden, passiert oft: wenig bis gar nichts. Zeit, dass die Gerichte endlich entschiedener handeln.
Von Wolfgang Janisch
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