bedeckt München 22°

Bürgerkrieg in Syrien:Angeschossener ARD-Reporter zum zweiten Mal operiert

Jörg Armbruster

Der ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster wurde im nordsyrischen Aleppo angeschossen.

(Foto: dpa)

Schwer verletzt, aber stabil: ARD-Korrespondent Jörg Armbruster wurde in Nordsyrien angeschossen - und nun zum zweiten Mal operiert. Bald könnte er nach Deutschland ausgeflogen werden.

Der in Syrien angeschossene langjährige ARD-Fernsehkorrespondent für die arabische Welt, Jörg Armbruster, ist in einem türkischen Krankenhaus ein zweites Mal operiert worden.

Er sei schwer verletzt, sein Zustand sei jedoch stabil, sagte SWR-Sprecher Wolfgang Utz der Nachrichtenagentur dpa. Gemeinsam mit dem SWR-Hörfunkreporter Martin Durm könne Armbruster voraussichtlich am Montag nach Deutschland ausgeflogen werden.

Die beiden Journalisten hatten sich laut SWR seit Anfang der Woche im Gebiet der Freien Syrischen Armee aufgehalten, um eine Reportage über die Rebellen zu drehen.

Armbruster war im nordsyrischen Aleppo angeschossen und am Samstag nach einer Notoperation mit einem Krankenwagen an die türkische Grenze gebracht worden.

Der aus Tübingen stammende Journalist (65) hatte bis Januar 2013 mehrere Jahre aus Kairo für die ARD über die arabische Welt berichtet - etwa zum Rücktritt Husni Mubaraks in Ägypten oder über den Bürgerkrieg in Libyen.

In der Zeit von 1999 bis 2005 war Jörg Armbruster zum ersten Mal Auslandskorrespondent und Studioleiter in Kairo. Im Anschluss leitete er bis 2010 die Abteilung Ausland/Europa beim SWR und war darüber hinaus Mitglied des Moderatoren-Teams der ARD-Sendung "Weltspiegel". Seit August 2010 war Armbruster wieder Studioleiter des ARD-Studios in Kairo und hat dort die Umwälzungen im Zuge des Arabischen Frühlings miterlebt.

So berichtete er unter anderem in der Tagesschau am 11. Februar 2011 live vom Rücktritt Mubaraks sowie über den Bürgerkrieg in Libyen. Im Jahr 2012 lag der Schwerpunkt seiner Berichterstattung auf Ägypten sowie den Entwicklungen im syrischen Bürgerkrieg.

© Süddeutsche.de/dpa/AFP/sst/fzg

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite