Recep Tayyip Erdoğan hat eigentlich nichts gegen Journalisten, es kommt nur darauf an, was sie schreiben. Ist Erdoğan der Meinung, dass sie ihren Job gut machen, sprich, dass sie für Medien arbeiten wie den staatlichen Sender TRT oder für Ahaber, dann nimmt er sie in der Präsidentenmaschine mit auf Staatsbesuche und beantwortet ihre Fragen. Eine Reporterin, die ihn neulich ansprach, bekam von Erdoğan viel Aufmerksamkeit für ihren bunten Nagellack. „Träume ich?“, fragte sich der auf die Finger der Reporterin schauende türkische Präsident.
Pressefreiheit in der TürkeiJournalist Bülent Mumay droht Haft
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Der Reporter, Mitarbeiter von Deutscher Welle und FAZ, hat die Regierung von Erdoğan gegen sich. Die Deutsche Welle will in der Türkei nun vor das Verfassungsgericht ziehen.
Von Raphael Geiger, Istanbul
