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Am Donnerstag will  Der Spiegel  in Hamburg zum ersten Mal seinen neuen Literaturpreis verleihen.
Am Donnerstag will Der Spiegel in Hamburg zum ersten Mal seinen neuen Literaturpreis verleihen. (Foto: Bodo Marks/picture alliance / dpa)

„Der Spiegel“ verleiht einen neuen Literaturpreis, wirft öffentlich einen Kandidaten nach dem anderen raus, und am Ende gibt es für die Auszeichnung: null Euro. Darf man der Siegerin schon gratulieren?

Von Felix Stephan

Klar, Inflation. Klar, Medienkrise. Aber trotzdem. Als vor 20 Jahren der Deutsche Buchpreis ins Leben gerufen wurde, erhielt der oder die Ausgezeichnete jeweils 25 000 Euro und einen quasi garantierten Weltbestseller. Einer der ersten Romane, der mit dem Preis ausgezeichnet wurde, Julia Francks „Die Mittagsfrau“, soll sich danach eine Million Mal verkauft haben, raunten damals Betriebsinsider. Seither hat sich die Dotierung zwar nie geändert, und die Kaufkraft der damaligen 25 000 Euro ist auf heute nur noch etwa 18 000 Euro gesunken. In nur noch anderthalb Finanzkrisen wird sie sich dann schließlich ungefähr halbiert haben. Aber immerhin.

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