Nicht immer gelingt es True-Crime-Shows, dem Publikum wahre Verbrechen nahezubringen, ohne Sensationslust und Grusel auszureizen. Zurückhaltung ist nur bedingt unterhaltsam. Die Opfervereinigung Weißer Ring schaut schon länger kritisch auf den Umgang mit Opferrechten in True-Crime-Projekten. Das Genre boomt trotzdem. Der BR aber lässt nun seinen höchst erfolgreichen Bayern 3 True-Crime-Podcast „Schuld und Unschuld“ nach der aktuellen, achten Staffel im Juli in der bisherigen Konstellation auslaufen. Der Sender will nicht mehr wie bisher mit dem Münchner Strafrechtsanwalt Alexander Stevens als Experten zusammenarbeiten, der in den Hörstücken zusammen mit BR-Moderatorin Jacqueline Belle „auf eine Reise durch die düsteren Seiten der Realität“ (BR-Eigenwerbung) geht.
True CrimeDas Mordsproblem beim BR
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Der Bayerische Rundfunk stellt die Zusammenarbeit mit Alexander Stevens bei seinem True-Crime-Podcast ein. Vor allem von der lukrativen Live-Show, die Opferangehörige kritisierten, distanziert sich der Sender. Ist das glaubwürdig?
Von Claudia Tieschky
