Süddeutsche Zeitung

Böhmermann-Affäre:Er bleibt dabei

Das Landgericht Hamburg hält in einer Einstweiligen Verfügung weite Teile des "Schmähgedichts" gegen Recep Tayyip Erdoğan für unzulässig. Der ZDF-Moderator will die Entscheidung nicht hinnehmen.

Der ZDF-Moderator Jan Böhmermann will die einstweilige Verfügung gegen sein Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan nicht hinnehmen. Böhmermanns Anwalt Christian Schertz sagte, das Gericht habe die Zeilen ohne jeden Kontext betrachtet; er wolle Erdoğan durch das Gericht auffordern lassen, den Streit auch in einem zivilrechtlichen Hauptsacheverfahren zu klären - unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mainz. Notfalls wolle er bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen. Erdoğans Anwalt Michael-Hubertus von Sprenger sagte der SZ, er werde die geforderte Klage erheben. Das Landgericht Hamburg hatte am Dienstag in einem Eilverfahren weite Teile des Gedichts als ehrverletzend untersagt.

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SZ vom 19.05.2016 / sz
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