"Bild"-Zeitung und Corona:Gesprächstherapie

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Auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache? Michael Hallek, Viola Priesemann, Otmar Wiestler, "Bild"-Chefredakteur Johannes Boie, Michael Meyer-Hermann und Moderatorin Blanka Weber. (Foto: Wolf Lux/Wolf Lux)

Erst stellt "Bild" Wissenschaftler als "Lockdown-Macher" an den Pranger, dann lädt sie sie als Experten ein. Zur Frage, wozu man für die Aufklärung bereit sein muss.

Von Christina Berndt und Laura Hertreiter

Es ist noch keine zwei Monate her, da konnte die Physikerin Viola Priesemann die Bild-Zeitung aufschlagen und sich selbst ins Gesicht blicken. Zwischen zwei Kollegen war sie dort abgebildet, drei Experten, die in der Pandemie den Verlauf des Infektionsgeschehens prognostizieren. "Die Lockdown-Macher" stand da in großen Buchstaben und: "Expertentrio schenkt uns Frust zum Fest". Es war der 4. Dezember, einen Tag zuvor war in Sachsen ein Mob mit Fackeln vor dem Haus einer Ministerin aufmarschiert, und es war ein Tag, an dem erschreckend deutlich wurde, wozu Hass und Hetze in einem seuchengeplagten Land führen können.

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