BerlinAuto von Kolumnisten angezündet

Unbekannte haben das Auto eines Kolumnisten der Berliner Boulevardzeitung B.Z. angezündet - offenbar gezielt und aus politischer Motivation. Das legt ein auf der Online-Plattform Indymedia.org veröffentlichtes mutmaßliches Bekennerschreiben nahe. Darin heißt es, der Autor diene "als Stichwortgeber von Rassist*innen, Rechten und von Reaktionären auf allen Feldern". Verfasst wurde der Eintrag von einer "Prinzessin Latte".

Das Auto war in der Nacht zu Dienstag im Berliner Stadtteil Wilmersdorf fast vollständig ausgebrannt, wie die Polizei mitteilte. In seiner Kolumne in der B.Z. behandelt der betroffene Journalist unter anderem Themen wie Klima, Flucht und Asyl. 2014 wurde schon einmal sein Auto in Brand gesteckt. Der Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann sprach anlässlich des aktuellen Vorfalls von einem "kriminellen Akt", der "absolut inakzeptabel" sei. "Jede Form der Gewalt ist abzulehnen, insbesondere aufgrund extremistischer Einstellungen im politischen Raum", teilte der SPD-Politiker mit. Das mutmaßliche linksextreme Bekennerschreiben werde derzeit geprüft und ausgewertet.

© SZ vom 04.01.2020 / SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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