Der Mann, der ihre Geschichte erzählt, will anonym bleiben - zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz der Frau, für die er spricht. Denn der Gesprächspartner, den die SZ in Wien traf, ist ein Freund und Kollege von Julija Sluzkaja, Gründerin und langjährige Chefin des belarussischen Presseclubs; sie gehörte zu den ersten Journalistinnen, die vom Regime des Alexander Lukaschenko nach den Massenprotesten 2020 verhaftet, eingesperrt, misshandelt, in die Flucht getrieben wurden.
Medien in Belarus:"Wenn Putin untergeht, geht auch Lukaschenko unter"
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Wer kritisch berichtet, wird wegen Extremismus verurteilt: Trotzdem widersetzen sich in Belarus noch immer viele dem Regime. Wie eine Journalistin im Exil für ihre inhaftierten Kollegen kämpft.
Von Cathrin Kahlweit
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