Annette Baumeister dreht als Regisseurin seit mehr als 20 Jahren Dokumentationen über geschlossene Systeme, in die man nur schwer reinkommt: europäische Königshäuser, Sekten, Nazis, die Stasi. Trotzdem sagt sie über die Arbeit an der ARD-Dokumentation über Ex-Profifußballer Jérôme Boateng: „So was habe ich noch nie erlebt.“ Wenige Tage vor Ausstrahlung der dreiteiligen ARD-Doku „Being Jérôme Boateng“ erreicht man sie telefonisch, es wird ein sehr offenes Gespräch. „Es wird auch sehr viel Gutes über Jérôme Boateng erzählt, aber nicht vor der Kamera. Das traut sich niemand.“
ARD-DokuEin Geschenk an Jérôme Boateng
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Die ARD widmet dem ehemaligen Profifußballer einen Doku-Dreiteiler. Seine tote Ex-Freundin Kasia Lenhardt wird erst kurz vor Schluss erwähnt. Wie die Regisseurin das begründet.
Von Jana Stegemann
