bedeckt München

BBC-Serie "Dr Who" wird 50:Eine Rolle, elf Schauspieler

Im Laufe der Jahre ist der Doktor von elf Schauspielern dargestellt worden. Für Kontinuität sorgt der erzählerische Kniff, dass sich ein "Time Lord" nach seinem Tod regenerieren kann. Wer der beste Doktor war, darüber führen die "Whovians" hitzige Debatten. Der erste wurde jedenfalls vom habichtgesichtigen William Hartnell dargestellt und war ein recht autoritärer Knochen.

Favorit vieler ist der energiegeladene David Tennant, die zehnte Inkarnation. Der aktuelle Doktor, Matt Smith, schlüpfte als bisher jüngster Darsteller in die Rolle. Allen war gemein, dass sie den Doktor mit reichlich Exzentrik versahen: Er ist Inbegriff inspirierten Amateurtums, und er liebt Kricket. Ein sehr britisches Alien.

Ein bisschen geschummelt ist das mit den 50 Jahren allerdings schon. Denn 1989 waren die Einschaltquoten der Serie so gesunken, dass sie abgesetzt wurde. Erst 2005 startete der Drehbuchautor Russel T. Davies die Neuauflage. Mit ihrem großzügigen Budget und komplexen Drehbüchern ist die Serie seitdem der ganze Stolz der BBC. In Deutschland war dem Doktor vergleichsweise geringer Erfolg beschieden. Das ZDF entschied sich 1968 gegen einen Ankauf, die Ausstrahlung der neueren Staffeln bei RTL und Pro Sieben machten kaum Quote. Deutsche "Whovians" sind auf den Bezahlsender Fox angewiesen.

An diesem Samstag, dem "Day of the Doctor", werde sich die ganze Richtung der Erzählung ändern, hat der amtierende Drehbuch-Chef Steven Moffat angekündigt. Der Rest der Jubiläumsfolge ist so geheim wie der Name des Außerirdischen von Gallifrey.

© SZ vom 23.11.2013/ahem
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema