Auflagenstärkstes Wochenmagazin "Spiegel" erscheint künftig samstags

Bei Deutschlands wichtigstem Nachrichtenmagazin wird die Zukunft geplant: Chefredakteur Wolfgang Büchner stellte am Montagvormittag die Pläne für den "Spiegel" der Zukunft vor. Das gedruckte Heft erscheint ab 2015 nicht mehr montags, auch bei der Online-Ausgabe sind Veränderungen geplant.

Der Staub, den die Verpflichtung des ehemaligen Bild-Journalisten Nikolaus Blome aufgewirbelt hatte, hat sich gelegt. Nun wird beim Spiegel mit dem neuen Chefredakteur Wolfgang Büchner offenbar begonnen, an der strategischen Ausrichtung des Magazins zu arbeiten. Eine fundamentale Änderung: Von 2015 an erscheint der gedruckte Spiegel nicht mehr montags.

"Chefredaktion und Verlagsleitung des Spiegel haben sich darauf verständigt, dass das Nachrichtenmagazin von Januar 2015 an nicht mehr montags, sondern samstags erscheinen wird. So hat Chefredakteur Wolfgang Büchner es heute Vormittag in einer Konferenz mit den Ressortleitern von Spiegel und Spiegel Online angekündigt", bestätigte Pressesprecherin Anja zum Hingst einen Bericht des Branchendienstes Meedia.

Der Schritt lässt sich einerseits als Angriff auf die Sonntagszeitungen verstehen, dürfte andererseits aber auch auf das Leseverhalten vieler Menschen abzielen. Der durchschnittliche Arbeitnehmer hat eben am Wochenende weitaus mehr Zeit zum Lesen als an den Werktagen.

Meedia berichtet darüberhinaus auch, dass die Print- und Online-Redaktion des Spiegel künftig enger zusammenrücken sollen (ohne dabei vollständig zu veschmelzen). Spiegel Online bleibt demzufolge weiterhin kostenfrei, sämtliche Artikel aus dem gedruckten Magazin sollen aber bald nur noch gegen Bezahlung im Internet zu lesen sein.