In den ersten Minuten gerät man noch kurz ins Überlegen: Sind das jetzt aktuelle Szenen? Diese jungen Menschen, wie sie mit zuversichtlichem Lächeln zu Zehntausenden den riesigen Slavija-Platz in Belgrad füllen, ein Meer des Protests zwischen Hochhäusern und Leuchtreklamen. Und dann plötzlich: Schüsse, Flammen, Polizeisirenen. Menschen, die auf der Flucht vor der Staatsgewalt durchs Bild rennen. Ja, solche Szenen spielen sich seit einigen Monaten immer wieder in Serbien ab. Und nein, die Bilder in dieser serbisch-bulgarischen Produktion von 2024 sind nicht aktuell, sondern mehr als zwanzig Jahre alt. Aber sie erklären viel von dem, was bis heute dieses Nachkriegsland auf dem westlichen Balkan aufwühlt.
Arte-Thriller-SerieEin Wimpernschlag der Hoffnung
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Die Arte-Serie „Geheimoperation Belgrad“ erzählt den Mord an Serbiens Ministerpräsidenten Zoran Đinđić im Jahr 2003 als Thriller. Dabei nimmt sie sich Freiheiten, erklärt aber, was Serbien bis heute bewegt.