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Deutsch-französischer Kultursender:Arte stellt gleich

Emelie de Jong

Emelie De Jong wird im Januar Programmdirektorin bei Arte.

(Foto: Paul Blind)

Emelie de Jong und Marysabelle Cote werden Programmdirektorin und Verwaltungsdirektorin in Straßburg.

Der deutsch-französische Kultursender Arte bekommt erstmals in seiner Geschichte eine Programmdirektorin und eine Verwaltungsdirektorin.

Die Arte-Mitgliederversammlung ernannte an diesem Mittwoch in der Senderzentrale in Straßburg Emelie de Jong zur Programmdirektorin und Marysabelle Cote zur Verwaltungsdirektorin. Zum Jahresende folgen sie auf Programmdirektor Bernd Mütter und Verwaltungsdirektor Emmanuel Suard, die dann aus dem Amt scheiden. Die künftige Verwaltungschefin Cote hat bislang als Generalsekretärin und Beauftragte für die europäische Entwicklung bei Arte gearbeitet und unter anderem die Projekte für digitale Senderangebote auf Englisch, Spanisch, Polnisch und Italienisch geleitet. Emelie de Jong leitet seit 2011 die Hauptabteilung für Kunst, Musik, Theater und Tanz bei Arte. Die beiden stehen damit explizit für die europäische und künstlerische Ausrichtung des Senders, ihre Berufung dürfte in dieser Hinsicht als Signal zu verstehen sein.

Beim Straßburger Sender hatten zuvor Mitarbeiter in einem offenen Brief an den Vorstand appelliert und eine paritätische Besetzung von Männern und Frauen in dem Führungsgremium des Senders angemahnt. Der Vorstand setzt sich aus den Spitzen der Programm- und Verwaltungsdirektion, sowie Präsident und Vizepräsident - dem Franzosen Bruno Patino und dem Deutschen Peter Weber - zusammen. Durch die neuen Berufungen ist der Vorstand nun mit zwei Männern und zwei Frauen besetzt.

Außerdem wechselt die BR-Kulturchefin Sylvie Stephan zu Arte - als Leiterin der Hauptabteilung Programmplanung für lineare und nichtlineare Angebote und stellvertretende Programmdirektorin.

© SZ/tyc/cag
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