ARD-Wahlarena mit Peer Steinbrück Steinbrück würde wohl in jedem Winkel von Deutschland ein Pils zapfen

Der Mann hakt nach: "Dann werden Sie sich also für die große Koalition entscheiden?" Eine berechtigte Frage. Wirklich erklären kann Steinbrück seine Abneigung gegen eine Koalition mit CDU und CSU nämlich nicht. Er vertagt die Antwort auf die Zeit nach der Wahl.

Es ist einer der seltenen Momente, in denen Jörg Schönenborn eingreift, der mit Andreas Cichowicz zusammen die Sendung wohltuend zurückhaltend moderiert. Schönenborn fragt in die Runde, wer denn für eine große Koalition sei. Finger gehen hoch, aber das ist klar die Minderheit.

"Wer sollte denn da Ihrer Meinung nach auf dem Fahrersitz sitzen", fragt Steinbrück. Eine Dame immerhin zeigt auf ihn. Merkel nennt niemand.

Sie wird wohl dennoch Kanzlerin bleiben. Das würde immerhin eine weitere Reise Steinbrücks nach Bayern unnötig machen. Von dort hat ein Zuschauer per Mail die Frage gestellt, ob Steinbrück bereit sei, ein Pfand zu geben für den Fall, dass er seine Wahlversprechen nicht halte. Merkel wurde am Montag die gleiche Frage gestellt, hat aber herumlaviert, dass sie ja so konkret gar nichts versprechen könne.

Steinbrück lässt sich darauf ein. Er muss dem Fragesteller jetzt ein Pils zapfen, sollte er seine Versprechen nicht einhalten. Aber sollte er es tatsächlich doch noch schaffen, Kanzler zu werden, würde er dem Mann wohl auch einfach so ein Pils zapfen. Egal in welchem Winkel von Deutschland.