"Tatort" im Saarland Striesows Erben

Neu im Saarland: Die Ermittler Vladimir Burlakov (l.) und Daniel Sträßer.

(Foto: dpa)

Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer ermitteln künftig im Saar-"Tatort".

Von Ralf Wiegand

Der erste Tatort aus Saarbrücken lief am 13. Dezember 1970 in der ARD, als zweiter Film der Reihe überhaupt. Die Kommissare Liersdahl (gespielt von Dieter Eppler) und Schäfermann (Manfred Heidmann) ermittelten damals in Saarbrücken, an einem Montag und holten eine Einschaltquote von satten 65 Prozent. Knapp 50 Jahre und etliche Kommissare später, vermutlich im Januar 2020, wird der Saarländische Rundfunk sein jüngstes Ermittlerteam in die Welt des Verbrechens schicken. Vladimir Burlakov, 32 und bekannt zum Beispiel aus Deutschland 83, sowie der Burgtheater-Schauspieler Daniel Sträßer, 32, bekommen es als Leo Hölzer und Adam Schürk in ihrem ersten Fall mit einer bis aufs Blut zerstrittenen Familie zu tun.

Der Saarland-Tatort löste schon oft mit kleinem Budget große Reaktionen aus. Bereits an Max Palu (Jochen Senf) schieden sich einst die Geister, zuletzt prägte Devid Striesow acht Mal das Bild des schrägen Ermittlers, ehe er ausstieg. Der Zuspruch des Publikums wuchs indes stetig, die letzte Striesow-Folge sahen 25,2 Prozent der TV-Zuschauer - ein hoher Wert in einer längst völlig veränderten Senderlandschaft. Seine Erben werden sich daran messen lassen müssen.