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AppleTV+:Oprah Winfrey und Steve Carell

Chief executive Tim Cook discusses Apple TV Plus, the company's new streaming video service, at an annual product launch event in Cupertino, Calif, Sept. 10, 2019. (Jim Wilson/The New York Times)

Apple-Chef Tim Cook stellt in Cupertino, Kalifornien, den neuen Streaming-Service des Hauses vor.

(Foto: Jim Wilson/laif)

Konkurrenz für Netflix, Sky und Amazon? Wie Apples neuer Streamingdienst mit selbstproduzierten, hochkarätig besetzten Serien und Kampfpreisen den Markt aufmischt - und was es dort zu sehen gibt.

Anfang November will der Apple-Konzern den Streamingdienst Apple TV+ einführen - und könnte damit den Markt ordentlich aufmischen. Es sind große Namen und interessante Formate, die der Konzernchef Tim Cook auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Cupertino angekündigt hat.

Dass Apple TV+ kommen würde, ist seit Anfang des Jahres bekannt. Nun ist auch klar: Apple wird auf selbst produzierte Serien setzen. Etwa die hochkarätig besetzte Dramaserie The Morning Show mit Reese Witherspoon, Jennifer Aniston und Steve Carell in den Hauptrollen. Auch die Fantasyserie See mit Jason Momoa, der vor allem aus Game of Thrones bekannt ist, soll exklusiv bei Apple verfügbar sein. Ebenso steht Talkshow-Ikone Oprah Winfrey auf der Liste der angekündigten Sendungen, Details dazu gab das Unternehmen vorerst nicht bekannt.

Das Angebot startet am 1. November, dann geht der Streamingdienst in mehr als 100 Ländern - darunter Deutschland - an den Start. Jeden Monat sollen dann neue "Originals" im Angebot landen.

Apple TV + startet nach eigenen Angaben mit einem Kampfpreis von 4,99 Euro pro Monat, bis zu sechs Personen können jeweils über eine Apple-ID auf die Inhalte zugreifen. Voraussetzung ist, dass sich die Nutzer im selben Land aufhalten. Wer ein neues Gerät - also ein iPhone, iPad oder Macbook kauft - bekommt die Mitgliedschaft bei Apple TV+ für die ersten zwölf Monate geschenkt.

Auch externe Produktionen von Sky, Joyn, dem ZDF und anderen soll man über die App schauen können, kündigt das Portal an. In der sollen künftig die Eigenproduktionen und solche externen Angebote gebündelt werden. Für externe Produktionen können für den Nutzer zusätzliche Kosten anfallen. Zu den für Apple bemerkenswerten Neuerungen gehört auch, dass der Streamingdienst nicht nur auf hauseigenen Geräten genutzt werden kann. So gibt es auf den aktuellen TV-Geräten von Samsung eine Apple-TV-App.

Bleibt die Frage, ob dieses Angebot ausreicht, um das Publikum von den bisherigen Streaminganbietern wie Netflix, Sky und Amazon abzuwerben. Als der Musikstreamingdienst Apple Music vor vier Jahren an den Start ging, stellte sich für Spotify dieselbe Frage. Vorerst umsonst: Dort wachsen weiter die Nutzerzahlen, 108 Millionen sind es derzeit. 60 Millionen bei Apple.